21.5.2015, 19 h, Stadtgalerie: Lessingbad, Kiel – eine städtische Schwimmhalle als Möglichkeitsraum

lessingbad

Das Kieler Lessingbad, eine städtische Schwimmhalle im Herzen der Stadt, errichtet 1934/35, seit 1993 Kulturdenkmal, 2008 stillgelegt und in direkter Nachbarschaft zum neuen Campus der Muthesius Kunsthochschule gelegen, war vier Jahre Zentrum der kulturellen Szene. Die Akteure Rainer W. Ernst, Simon Kühl und Friederike Rückert präsentieren und diskutieren ihre Erfahrungen mit dem Lessingbad und stellen die neu erschienene Dokumentation vor.
In den Jahren 2010 – 2013 wurde hier ein Freiraum für Künstler, Kreative und freie Kultur-Aktivisten der Landeshauptstadt Kiel geschaffen und vielfältig genutzt. Möglich wurde dies durch das Engagement der Muthesius Kunsthochschule und der Kooperation mit der Immobilienwirtschaft der Stadt, die hier erstmals im großen Stil eine Zwischennutzung etablierte und somit den Blick auf die Potentiale dieses Leerstandes richtete und, ungeachtet aller Verwertungszwänge, möglichen Zukunftsvisionen einen Raum zur Verfügung stellte.
Diese Zwischennutzung war eines der Projekte, mit denen die Muthesius Kunsthochschule ihr Wirkungs- und Handlungsfeld auf die Stadt ausweitete. Ein ambitioniertes Konzept mit zahlreichen Veranstaltungen wie Ausstellungen, Symposien, Workshops, Kreativkursen, etc. aber auch die Untervermietung an dauerhafte Nutzer der Kreativwirtschaft und attraktive, ständige Angebote wie ein Co-Working-Space, ein Ladengeschäft für KunsthandwerkerInnen, einem Kinderkunstspielplatz und einem zentralen Cafébereich wurden für die Projektgruppe Lessingbad zur Grundlage für die Transformation dieses Gebäudes.

Der Vortrag am 21.Mai erläutert neben den Bedingungen, Erfahrungen und Herausforderungen für das „Unternehmen Zwischennutzung“ die Perspektiven und Chancen, welche sich auftun, wenn sich eine Stadtgesellschaft auf die Suche macht nach neuen Nutzungsformen, dem Experimentellen und Temporärem, um vernachlässigte Orte zu aktivieren und die Aneignung von Räumen zu ermöglichen.

Mit der Vortragsreihe „BLOW UP- Über den möglichen Beitrag der Kunst zum Öffentlichen Raum “, werden Künstlerinnen und Künstler mit realisierten Arbeiten aus den letzten Jahren und /oder Wettbewerbserfolgen vorgestellt, die für die Diskussion in der BRD um zeitgenössische Konzepte für den Arbeitsbereich „Kunst im öffentlichen Raum“ eine besondere Bedeutung haben. Damit sollen Anstöße und Anregungen für den öffentlichen Diskurs in Kiel bzw. Schleswig-Holstein gegeben werden. Die Vortragsreihe startete im Sommer 2010. Sie wird moderiert von Arnold Dreyblatt (Muthesius Kunsthochschule) und Wolfgang Zeigerer (Stadtgalerie Kiel). Muthesius Kunsthochschule und Stadtgalerie Kiel setzen hiermit eine Diskussion in Gang, die an aktuellen Erfahrungen vor allem in Europa anknüpft und neue Wege zur Wahrnehmung und Nutzung des öffentlichen Raums aufzeigt. Die Reihe stellt die mediale, räumliche, kulturelle und soziale Komplexität von Künsten im öffentlichen Raum vor. Diese umfassen Eingriffe und Gestaltungen von Orten, Plätzen und Räumen, theatrale Inszenierungen, Sprach-Räume, Choreografien mit Stadt- und Landbewohnern, soziale und ökologische Projekte sowie sensuelle Anthropologie.

Vortrag

21. Mai 2015 um 19 Uhr  
in der Stadtgalerie Kiel
Andreas-Gayk-Straße 31, Kiel.
Eintritt frei!

Die Reihe wird fortgesetzt am 11. Juni 2015 mit den Berliner Künstlern Veronike Hinsberg und Olf Kreisel und ihrem Bericht „Leitung und Linie – Kunst am Bau.“

„Möglichkeitsraum Lessingbad. Die künstlerische Zwischennutzung der Schwimmhalle am Lessingplatz in Kiel (2010-2013)“. ISBN 978-3-943763-26-3. Das Buch mit DVD ist im Verlag der Muthesius Kunsthochschule erschienen und kann am Vortragsabend zum Vorzugspreis erworben werden.

Foto: Lessingbad, Großes Becken, 2011.

Weitere Infos:
Friederike Rückert  T. 01577-5396938

14.05.2015 , ,

Im Fokus

Im Fokus

Übergeordnetes Ziel der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist es, durch künstlerisch-gestalterische Entwicklungs- und Forschungsvorhaben als Kristallisationspunkt für Arbeiten und geistige Auseinandersetzungen auf den Gebieten der Kunst, der Raumkonzeption und des Design zu wirken. Die Muthesius Kunsthochschule in Kiel als einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein ist nicht nur ein Ort der Ermöglichung kulturell relevant werdender Biografien, sondern mit ihrem Projektstudium auch ein Ort besonderer Experimente und Realisierungen.
 Die Profile der Masterstudiengänge stellen teilweise in der Bundesrepublik einzigartige Studienangebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende dar.

„Im Zentrum der Muthesius Kunsthochschule steht die Kunst, das Künstlerische und das Gestalterische, das Schaffende und die Produktivität. Um diese Mitte bewegt sich auch das grundsätzliche Verhältnis von Theorie und Praxis. Dieses Wechselverhältnis ist ein permanenter Prozess, eine kreisende Bewegung um das von Kunst und Design ausgehaltene Zentrum. Es ist Freiraum nötig, um sich zu bewegen. Deshalb ist die erste Bedingung für Kunst und Design an unserer Hochschule Freiheit! Zum Studium an der Muthesius Kunsthochschule gehört der Wille, diese Freiheit zu nutzen, um zu einer ebenso kreativen wie produktiven Persönlichkeit heranzureifen. So können wir unseren Studierenden persönliche Biografien ermöglichen“, verspricht Präsident Dr. Arne Zerbst.

Rund 580 Studienplätze verteilen sich zur Zeit auf die Studiengänge Freie Kunst, Freie Kunst Lehramt Gymnasium, Raumstrategien, Kommunikationsdesign und Industriedesign.

FORSCHUNG UND PROJEKTE

Die Ausbildung an der Muthesius Kunsthochschule ist projektorientiert. Studierende werden frühzeitig ermutigt, Erfahrungen mit realen Auftraggebern zu machen. Mit dem Projektbüro, dem Raum der Publikation und dem Zentrum für Medien wurden  interdisziplinär arbeitende Einrichtungen geschaffen, die den Studierenden dabei helfen, ihre Projekte erfolgreich zu realisieren.
Durch die Teilnahme an Exzellenzclustern zählt die Muthesius Kunsthochschule zu jenen international sichtbaren und wettbewerbsfähigen Forschungseinrichtungen, die dazu beitragen, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken. Zahlreiche Kooperationspartner auf lokaler, nationaler wie internationaler Ebene schätzen an der Muthesius Kunsthochschule ihre interdisziplinäre Kursstruktur sowie das persönliche Klima mit Semesterstärken von maximal 20 Studierenden – eine hervorragende Basis für Diskurse mit Innovationspotential.

INTERNATIONALITÄT

Studierende und Lehrende setzen sich jedes Semester im Rahmen interdisziplinärer Workshop-Wochen und hochschulintern organisierter, öffentlicher Symposien mit nationalen und internationalen Positionen in Kunst und Design auseinander. Internationale Dozenten sind stets Bestandteil dieser Pflichtveranstaltungen. Aus über 30 Ländern der Welt kommen junge Menschen in Kiel zum Kunst- und Designstudium zusammen. Ihr Anteil an der Studierendenschaft beträgt 14 Prozent, Tendenz steigend. Damit liegt die Muthesius Kunsthochschule weit über dem Bundesdurchschnitt.

WEBLOGS DER LEHRGEBIETE

Um die Vielfalt der Muthesius Kunsthochschule darstellbar zu machen, gibt es neben den »offiziellen« Informationsseiten (die farbige Hälfte dieser Webseite) über 30 Weblogs (die weiße Hälfte dieser Webseite), die von den einzelnen Lehrgebieten selbst gepflegt aktualisiert  werden.

Für ganz Eilige haben wir hier eine kurze Bookmarkliste zusammengestellt:
Das digitale Vorlesungsverzeichnis
Who is who an der Muthesius
-Personenverzeichnis
Medienformationen für die Presse
Die Termine der Mappenberatung

Bibliothek (Katalog und Öffnungszeiten)

Wintersemester 2016/17

Semesterbeginn: 01.10.16
Semesterende: 31.03.17
Vorlesungsbeginn: 17.10.16
Vorlesungsende: 13.02.17

(Unterrichtsfrei: 23.12.16 – 06.01.17)

Sommersemester 2017
Semesterbeginn: 01.04.17
Semesterende: 30.09.17
Vorlesungsbeginn: 03.04.17
Vorlesungsende: 21.07.17

Wintersemester 2017/18
Semesterbeginn: 01.10.17
Semesterende: 31.03.18
Vorlesungsbeginn: 16.10.17
Vorlesungsende: 14.02.18

Unterrichtsfrei: 21.12.17 – 06.01.18

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Die Muthesius Kunsthochschule tritt entschieden für die Anerkennung und Akzeptanz jeglicher Identitätskonzepte (LGBTIQ*) jenseits von binärer Geschlechterordnung und Heterosexualität ein.
(Bitte informieren Sie sich über die Gleichstellungsarbeit auf der Website der Gleichstellungskommission: E-Mail: gleichstellungskommission@muthesius.de.)