Prof. Dr. Dipl.-Ing. Ludwig Fromm (Emeritus)

Lehrgebiet Raum, Ensemble, Wirkung

Curriculum Vitae:

Ludwig  Fromm studierte Architektur und Städtebau an der  Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar (1968 – 1972). Nach einem dreimonatigen Praktikum an der Deutschen Bauakademie der  DDR  (DBA), arbeitete er  anschließend als angestellter Architekt in einem Ingenieurbüro für Gebäudereparatur in Berlin-Ost (IBR).
Politische Haft in der CSSR und der DDR (1973 – 1976). Übersiedlung nach  Berlin West.
Als Freelancer arbeitete Fromm in diversen Büros in Berlin, Wien und Paris, dann als freischaffender Architekt und Stadtplaner in und außerhalb einer Bürogemeinschaft (ab 1980). Seit 1990 Arbeiten als Szenograf. Arbeitsschwerpunkte sind Wohnungsbau, denkmalgerechte  Sanierungsplanungen, Floating Homes, Ausstellungsgestaltung  und Raumgestaltung.

Bereits  1980 wurde Fromm als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Entwurf und Baukonstruktion der TU Berlin bei Prof. Dr. Grötzebach verpflichtet  und war dort  tätig bis 1985, wo er über das Thema “Architektur und Gesellschaft” promovierte. Bis 1990 war er Lehrbeauftragter an der  TU Berlin im Bereich Städtebau  bei Frau Prof.in Dr. Louise King.

1992  wurde Fromm an die Muthesius Hochschule in Kiel berufen und 1999 übernahm er dort das Amt des Rektors. 2005 wurde er Gründungsrektor (bis  2006) der neu gebildeten Muthesius Kunsthochschule mit den Schwerpunkten Kunst, Design und Raumstrategien.
Die Erfindung des Fachgebiets Raumstrategien (Spatial Strategy) durch Fromm eröffnete eine dynamische Raumbetrachtung, die Raum als ein Medium zur Schaffung von Lebensformen interpretiert. Grundlage waren phänomenologisch orientierte Forschungen zum Thema Atmosphärenkonstruktion als einer Disziplin der Raumtheorie.
Raumstrategisches Denken wird inzwischen an mehreren Kunsthochschulen (auch international), mal als Szenographie, als experimentelle Kunst, Raumgestaltung oder als Raumintervention im Sinne einer Raumkritik,  gelehrt.

In jüngerer Zeit  galt sein Interesse der literarischen Aufarbeitung von DDR Vergangenheit.

Sein künstlerisches Interesse gilt dem Format Papiertheater sowie der  Konzeption und Bau von Lichtobjekten.

Mehrjährige ehrenamtliche Tätigkeiten:
• Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Freilichtmuseums Molfssee bei Kiel,
• Mitglied  im Beirat für Stadtgestaltung der  Landeshauptstadt Kiel und
• Mitglied der Hafentechnischen Gesellschaft e.V. Hamburg.

Buchveröffentlichungen:

Loft-City-Projekt, Oberstufen-Seminar an der TU-Berlin, in: Bauwelt, 19, 76. Jahrgang, 1985.
• Mit Fischer, Gruber, Kähler, Weiß: Abschied von der Postmoderne, Beiträge zur Überwindung der Orientierungskrise, Bauwelt Fundamente 164, Braunschweig 1985.  
Tipi, Ba Nag, Berberzelt – Eine Anleitung zum Bau von drei Zelten, Image, Berlin.
• Mit Fischer: Blockrand, Ecke, Solitär, in: Bauwelt, 30, 85. Jahrgang 1994.
Architektur und sozialer Raum, Grundlagen einer Baukulturkritik, Gestalt und Diskurs, Band I, Muthesius Hochschule, Kiel 2000.  
Die Landesvertretung  Schleswig-Holstein – Eine Architekturkritik, in: Schleswig-Holsteinische Landeszeitung, Journal, 2001.
The timeless Architecture of Richard Neutra, in: Premium 2001.
Learning from New Urbanism?, in: Der öffentliche Raum, Kommunikation – Kultur – Kunst, Landespreis 2003, Innenministerium SH, Kiel 2003.
Schöne neue Welt?, in: Architektur und Stadt, Vielfalt und Dichte, Bauen für  Arbeit und Freizeit, Landespreis 2005, Innenministerium SH, Kiel 2003.
Zwischen Struktur und Erzählung, in: Der Architekt, 5-6, Bonn 2006.
Wohnen auf dem Wasser, in: Maritimes Jahrbuch SH 2006, Hamburg 2006.
Die Kunst der Verräumlichung, Gestalt und Diskurs, Band VII, Muthesius Kunsthochschule 2007.
• Mit Albrecht, Nordberg: Ausstellungskonzept und Gestaltung, in: Hermann Heidrich, Sigrun Kussek (Hg.): Süße Verlockung, Von Zucker, Schokolade und anderen Genüssen,  Molfsee bei Kiel 2007.
• Mit Nordberg: Wohnen mit Kindern in der Stadt, Innenministerium SH, Kiel   • Überlegungen zum gelebten Raum, in:  Michael Großheim (Hg.):  Neue Phänomenologie zwischen Praxis und Theorie, Festschrift für Hermann Schmitz, Freiburg/München 2008.
Wohnen in der   Stadt, in: Jürgen  Hasse (Hg.): Die Stadt als Wohnraum, Freiburg/München 2008.
• Mit  Pohl (Hg.): Das Lager verschwand aus dem kollektiven Gedächtnis –  Erinnerungskulturen in Schleswig-Holstein nach 1945, Neumünster 2008.
Raumpaar – dem Erleben verpflichtet, in: Der Architekt, 3, Bonn 2010.
Raum und Bewegung – Orientierte phänomenale Räume, in: Michael Großheim, Stefan Volke (Hg.), Gefühl, Geste, Gesicht, Zur Phänomenologie des Ausdrucks, Freiburg/München 2010.
Wohnen auf  dem Wasser, in: Heiner Haases (Hj.): Stadt/Wasser, Wasserkonzepte für die Stadtgestaltung, Stuttgart 2010.
Z wie Zersetzung, Stasi und andere  Verbrechen,  Kiel  2020.
Situativ bestimmte Qualitäten im Raum, Leibliche Dispositionen  situativer Erfahrungen, in: Petra Maria Meyer (Hg.): Situation, Theorien der  Situation  und künstlerische Praxis, Paderborn  2020.
• Mit Lippmann: Das Konstruktionsbüro im Zuchthaus Cottbus, in: der Stacheldraht – Für Freiheit, Recht und Demokratie, Berlin 8/2020.
Zwischen Innen und  Außen, Gestalt und Diskurs, Band X, Muthesius Kunsthochschule, Kiel 2021.
Gespräche über das Unfassbare, Stasi und die Szenografie des Bösen, Kiel 2021.         

Projekte:

Rezensionen
• Bernd Lippmann: Operation Z, Die Ränkespiele der Stasi, in: der Stacheldraht – Für Freiheit, Recht und Demokratie, Berlin 6/2020.
• Sabine Tholund: Rückschau mit Distanz, Ludwig Fromm erinnert in “Z wie Zersetzung” an die üblen Methoden der Stasi, in: Kieler Nachrichten, Dienstag, 25. August 2020.
. Gerlinde Sommer: Wenn ein Stück Selbstachtung stirbt, in: Thüringer Tageblatt, 5. September 2020.

Bauten und Projekte

  • Bauwelt, 30/94.
    Bauwelt, 22/1995.
    Alte Fabrik soll Kultur produzieren, Pläne für Finanzierungskonzept stehen, KN, 12. Juni. 2002.
    Ökohaus mit Tiefgang, in: onside 6, schleswig-holstein innovativ, I/SH, Dezember 2006.
    Die perfekte Welle, diva sprach mit Katrin Birr, Geschäftsführerin der Friedrich – Werft und Ludwig Fromm, Architekt des Schwimmhauses, in: Diva, Juli 2006.
    Wohnen auf de, Wasser, Vissmann Systemtechnik für “Schwimmende Häuser”, in: aktuell, Das Technikmagazin, 38. Jahrgang 2006, Ausgabe 2.
    Hausboote – Logenplatz für Sonnenuntergänge, in: Seehafen Kiel 2006, Ausgabe No. 7, KN, 23.06.2006.
    Ihre Kreativität wurde jetzt belohnt, Umweltpreis für Schwimmendes Null-Emissionshaus, KN, 2. September 2006.
    Wasser zum Leben und Erleben, Nachhaltige Sanierungstechniken in Schwimmenden Häusern, in: Installation, DKZ, 11-12 2007.
    Ganzjährige Ausnutzung garantiert, Marinas entdecken Dienstleistung “Wohnen auf dem Wasser”, in: Magazin für Industrie, Handel und Dienstleistungen, Wassersport Wirtschaft, Nr. 1, Januar 2008.
    Wohnen, wo andere Urlaub machen, Individuelle Wohnträume auf dem Wasser, Nordbau, 11. – 16. September 2008.

 

Ausstellungen

  • Mit Unterhaslberger: Zwei Dauerausstellungen im Zeitspeicher in Papenburg, 2003 – 2004.
    Mit Nordberg: Das süße Leben, Ausstellungsgestaltung im Freilichtmuseum Molfsee bei Kiel, 2007.
    • Mit Sukatus: Planung und Realisierung des CMK, Computer Museum der FH Kiel, im Bunker E, Kiel-Dietrichsdorf 2011.
    • Uhr und Zeit, Ausstellungsgestaltung mit Studierenden der Muthesius Kunsthochschule für Freilicht Museum Molfse bei Kiel, 2012.
    • Relaunch 3. OG Computermuseum der FH Kiel, 2020.

 

Hochschulpolitik

Visionen statt Dienstleistungen,  in: Schleswig-Holsteinische Landeszeitung, Pfingsten 1997.
Ganz neue Zeiten für die Künste, Muthesius Hochschule im Umbruch – Prof. Ludwig Fromm löst Prof. Rolf Reiner Borchard ab, KN, 31, März, 1999.
Neue “Mu”-Struktur im Winter? Netzwerk soll fachübergreifendes, flexibles Studium ermöglichen, KN, 22. Februar 2000
Keine Angst um die “Mu”, Rektor sieht jetzigen Status nicht gefährdet – Hoffnung auf Umwandlung einer Kunsthochschule, KN, 22. November 2000.
Unsere Chancen werden Explodieren, KN, 16. Juli. 2001.
Der sportlichste Empfang dieses Jahres, KN, 23. November 2001.
Mu-Schule verliert 200 Studierende, KN, 29. März 2003.
Fest gemauert in der Erden, Die Muthesius -Hochschule in kiel ist bekannt für ihre gute Basislehre, Pages 06. 2003.
Kiels “Mu” kommt in die Bundesliga, KN, 17. Juli 2004.
Bewegte Feierstunde für die Kunsthochschule, KN, 26. November 2004.
Kunsthochschule mit Vorbildcharakter, Flensburger Tageblatt, 23. November 2004.
Die Zielgerade im Visier, Die Muthesius-Hochschule feiert ihre Umwandlung zur Kunsthochschule, KN, 23. November 2004.
Die neue “Mu”: Klein, aber  fein, KN, 25. November 2004.
Die “Mu” als Brücke ins Baltikum, KN, 26. November  2004.
Die Kunst ist der Weg, KN, Journal, 8. Januar 2005.
Raumstrategien statt Rektorat, Amtszeit des Rektors der Kunsthochschule abgelaufen, KN, 5. April 2006.
Auf dem Handwerk aufbauend, In hundert Jahren zur Kunsthochschule, KN, 22. April 2007.

 

http://archiv-papiertheater-preetz.de/pptt/pptt2009/archiv/14muthesius09.htm
zuletzt abgerufen am 25.01.2021.
http://archiv-papiertheater-preetz.de/pptt/pptt2010/archiv/13muthesius.html
zuletzt abgerufen am 25.01.2021.
http://archiv-papiertheater-preetz.de/pptt/pptt2011/archiv/14muthesius.html
zuletzt abgerufen am 25.01.2021.
• http://archiv-papiertheater-preetz.de/pptt/pptt2012/archiv/15muthesius.html
zuletzt abgerufen am 25.01.2021.
http://archiv-papiertheater-preetz.de/pptt/pptt2013/archiv/14muthesius.html
zuletzt abgerufen am 25.01.2021.
• http://archiv-papiertheater-preetz.de/pptt/pptt2014/archiv/11muthesius.html
zuletzt abgerufen am 25.01.2021.
http://archiv-papiertheater-preetz.de/pptt/pptt2015/archiv/16muthesius.html
zuletzt abgerufen am 25.01.20021.
https://www.lichtwerk-lf.de
https://www.lichtwerk-lf.de/living-on-water/
• https://www.lichtwerk-lf.de/pensionierung/

Im Fokus

Im Fokus

Übergeordnetes Ziel der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist es, durch künstlerisch-gestalterische Entwicklungs- und Forschungsvorhaben als Kristallisationspunkt für Arbeiten und geistige Auseinandersetzungen auf den Gebieten der Kunst, der Raumkonzeption und des Designs zu wirken. Die Muthesius Kunsthochschule in Kiel als einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein ist nicht nur ein Ort der Ermöglichung kulturell relevant werdender Biografien, sondern mit ihrem Projektstudium auch ein Ort besonderer Experimente und Realisierungen.
 Die Profile der Masterstudiengänge stellen teilweise in der Bundesrepublik einzigartige Studienangebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende dar.

„Im Zentrum der Muthesius Kunsthochschule steht die Kunst, das Künstlerische und das Gestalterische, das Schaffende und die Produktivität. Um diese Mitte bewegt sich auch das grundsätzliche Verhältnis von Theorie und Praxis. Dieses Wechselverhältnis ist ein permanenter Prozess, eine kreisende Bewegung um das von Kunst und Design ausgehaltene Zentrum. Es ist Freiraum nötig, um sich zu bewegen. Deshalb ist die erste Bedingung für Kunst und Design an unserer Hochschule Freiheit! Zum Studium an der Muthesius Kunsthochschule gehört der Wille, diese Freiheit zu nutzen, um zu einer ebenso kreativen wie produktiven Persönlichkeit heranzureifen. So können wir unseren Studierenden persönliche Biografien ermöglichen“, verspricht Präsident Dr. Arne Zerbst.

Rund 630 Studienplätze verteilen sich zurzeit auf die Studiengänge Freie Kunst, Kunst Lehramt an Gymnasien, Szenografie/Interior Design/Raumstrategien, Kommunikationsdesign und Industriedesign.

FORSCHUNG UND PROJEKTE

Das Studium an der Muthesius Kunsthochschule ist projektorientiert. Studierende werden frühzeitig ermutigt, Erfahrungen mit realen Auftraggebern zu machen. Mit dem Zentrum für Medien wurde eine  interdisziplinär arbeitende Einrichtung geschaffen, die den Studierenden dabei helfen, ihre Projekte erfolgreich zu realisieren.
Durch die Teilnahme an Exzellenzclustern zählt die Muthesius Kunsthochschule zu jenen international sichtbaren und wettbewerbsfähigen Forschungseinrichtungen, die dazu beitragen, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken. Zahlreiche Kooperationspartner auf lokaler, nationaler wie internationaler Ebene schätzen an der Muthesius Kunsthochschule ihre interdisziplinäre Kursstruktur sowie das persönliche Klima mit Semesterstärken von maximal 20 Studierenden – eine hervorragende Basis für Diskurse mit Innovationspotential.

INTERNATIONALITÄT

Studierende und Lehrende setzen sich jedes Semester im Rahmen interdisziplinärer Workshop-Wochen und hochschulintern organisierter, öffentlicher Symposien mit nationalen und internationalen Positionen in Kunst und Design auseinander. Internationale Dozenten sind stets Bestandteil dieser Pflichtveranstaltungen. Aus über 30 Ländern der Welt kommen junge Menschen in Kiel zum Kunst- und Designstudium zusammen. Ihr Anteil an der Studierendenschaft beträgt 14 Prozent, Tendenz steigend. Damit liegt die Muthesius Kunsthochschule weit über dem Bundesdurchschnitt.

WEBLOGS DER LEHRGEBIETE

Um die Vielfalt der Muthesius Kunsthochschule darstellbar zu machen, gibt es neben den »offiziellen« Informationsseiten (die farbige Hälfte dieser Webseite) über 40 Weblogs (die weiße Hälfte dieser Webseite), die von den einzelnen Lehrgebieten selbst gepflegt aktualisiert werden.

Für ganz Eilige haben wir hier eine kurze Bookmarkliste zusammengestellt:
Das digitale Vorlesungsverzeichnis
Who is who an der Muthesius
-Personenverzeichnis
Medienformationen für die Presse
Die Termine der Mappenberatung

Bibliothek (Katalog und Öffnungszeiten)

 

SEMESTERZEITEN

Sommersemester 2024
Semesterzeitraum: 01.04.2024 – 30.09.2024
Vorlesungszeit: 02.04.2024 – 19.07.2024

Wintersemester 2024/2025
Semesterzeitraum: 01.10.2024 – 31.03.2025
Vorlesungszeit: 14.10.2024 – 14.02.2025
(Unterrichtsfrei 21.12.2024 – 06.01.2025)

Sommersemester 2025
Semesterzeitraum: 01.04.2025 – 30.09.2025
Vorlesungszeit: 14.04.2025 – 25.07.2025

 

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Die Muthesius Kunsthochschule tritt entschieden für die Anerkennung und Akzeptanz jeglicher Identitätskonzepte (LGBTQIA*) jenseits von binärer Geschlechterordnung und Heterosexualität ein.
(Bitte informieren Sie sich über die Gleichstellungsarbeit auf der Website der Kommission für Gleichstellung und Diversität: E-Mail: gleichstellungskommission@muthesius.de.)