Stadtgalerie Kiel ehrt Peter Nagel zum 80. Geburtstag

2021 feiert der in Kiel geborene und in Kleinflintbek bei Kiel lebende Maler und ehemalige Malerei-Professor der Muthesius Kunsthochschule Peter Nagel seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass präsentiert die Stadtgalerie Kiel in einer umfassenden Retrospektive das vielfältige Œuvre eines Künstlers, der bereits zu Beginn der 1970er Jahre zu den wichtigsten deutschen Protagonisten eines neuen Realismus in der Malerei zählte. Erweitert wird der Blick um über 50 künstlerische Positionen ehemaliger Studierender der Klasse Peter Nagel, die in einer begleitenden Studioausstellung als Gäste gezeigt werden.

Die Ausstellung „Peter Nagel. 60 Jahre Malerei und Gäste“ ist vom 13. März bis zum 30. Mai in der Stadtgalerie Kiel, Andreas-Gayk-Straße 31, zu sehen. Der Eintritt ist frei. Am Freitag, 12. März, 15 Uhr, findet als „Preview“ ein Videorundgang mit dem Künstler statt. Alle Informationen dazu stehen unter www.stadtgalerie-kiel.de.

„Ich freue mich sehr, dass wir die Wiedereröffnung unserer Museen nach dem Corona-Lockdown mit einer Ausstellung feiern können, die weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus strahlen wird“, erklärt Kiels Bürgermeisterin und Kulturdezernentin Renate Treutel: „Peter Nagel ist ohne Frage einer der einflussreichsten Kieler Künstler – nicht nur der vergangenen Jahrzehnte, sondern überhaupt. Die Stadtgalerie Kiel würdigt damit ein Lebenswerk, das ebenso inspirierend wie facettenreich ist.“

Zum Ende seines Studiums an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg (1960-1965) wurde Peter Nagel Mitbegründer der Künstlergruppe „ZEBRA“. Dem seinerzeit in einem Manifest postulierten Ziel, sich von der damals dominierenden Tendenz zur Abstraktion abzukehren und deren formale Errungenschaften in einen neuen Realismus zu überführen, ist Peter Nagel bis heute treu geblieben. Dabei hat er seine Grundaussagen immer wieder an neue und sich ständig verändernde Bildwelten angeglichen.

Nach einem Studienaufenthalt 1966 in London, den ihm die Studienstiftung des Deutschen Volkes ermöglichte, wurde er 1969 mit dem Kunstpreis der Deutschen Akademie in Rom ausgezeichnet. Seine Verbindung mit Italien sollte von Dauer sein: 1976 erhielt er ein Stipendium in der Villa Massimo und war 1981 Ehrengast der Deutschen Akademie in Rom. An diese Zeit knüpfen Aufenthalte in Florenz als Gastkünstler der Villa Romana 1994 und 1996 an.

Neben dem Kulturpreis der Landeshauptstadt Kiel (1977) erhielt Peter Nagel unter anderem den Preis der 50. Landesschau des BBK Schleswig-Holstein (2004) und wurde 2011 mit dem Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Über den Zeitraum der Präsidentschaft Schleswig-Holsteins im Bundesrat stellte Peter Nagel 2019 eine Auswahl seiner Werke in Berlin aus.

Von 1985 bis 2004 war Peter Nagel Professor für Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Werke Peter Nagels befinden sich seit den 1960er Jahren in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen. Zu seinen bekanntesten Arbeiten im öffentlichen Raum zählt das 1976/1977 entstandene Deckengemälde im Bildungszentrum Mettenhof.

Den Einfluss, den Peter Nagel nicht zuletzt durch seine Lehre auf nachfolgende Generationen hatte, zeigt die Ausstellung in der Präsentation von Arbeiten der 52 Ehemaligen, die von Peter Nagel selbst ausgesucht wurden. „Vor allem besticht diese Auswahl durch ihre qualitätsvolle Vielfalt, die als kennzeichnend für die Klasse Peter Nagel gesehen werden kann“, so Dr. Peter Kruska, Direktor der Stadtgalerie Kiel: „Aus Sicht der Stadtgalerie Kiel kann ich mit Stolz behaupten, dass einige dieser Künstler*innenkarrieren ihren Anfang in unserem Haus genommen haben und nun zu einem Wiedersehen und Klassentreffen im weitgefassten Sinne wieder zurückkehren. Viele der Ehemaligen haben beispielsweise in ihren Anfängen an den Ausstellungen zum Gottfried Brockmann Preis teilgenommen.“

Begleitend zu der Ausstellung in der Stadtgalerie Kiel erscheint eine umfangreiche Monografie zum Werk Peter Nagels, die durch die finanzielle Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein realisiert werden konnte. Unter dem Titel „Klasse: Peter Nagel“ stellt das Heft Nr. 45 in der Reihe „Ars Borealis“ der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein ehemalige Studierende der Malereiklasse von Peter Nagel an der Muthesius Kunsthochschule vor.

Der Katalog „Peter Nagel. 60 Jahre Malerei“ ist für 25 Euro über die Stadtgalerie Kiel zu beziehen. Mitglieder des Fördervereins der Stadtgalerie Kiel e.V. erhalten die Publikation ermäßigt für 20 Euro.

Gäste der Ausstellung sind: Michael Arp, Julia Bornefeld, Shahin Charmi, Juliane Ebner, Anna Eisermann, Menno Fahl, Philine Fahl, Reinhard Finke,
Johanna Freise, Nicolas Freitag, Jörg Frenzel, Gehrd Grothusen, Regine Haack, Nina Heinzel, Jan Helbig, Sandra Hermannsen, Karin Hilbers, Uta Hoepner-Neutze, Kathrin Hoffmann, Antje Hubert, Iris Hurthe-Freitag, Anja Jensen, Kai Jetter, Vivian Kahra, Barbara Kirsch, Birthe Kleiter, Felicitas Koch, Cora Korte, Suscha Korte, Anna Krammig, Martin Kunau, Ulrich Kunau, Christine Leuschner, Kerstin Mempel, Susanne Nothdurft, Kersten Paulsen, Katrin Pieczonka, Susanne Pomerance, Paul Pretzer, Hans-Hinnerk Rohde, Sven Rudolph, Eva Scheide, Iris Schomaker, René Schoemakers, Nana Schulz, Julia Slodowicz, Anne Staszkiewicz, Anna Lena Straube, Maren Theel, Jekaterina Werner, Svenja Wetzenstein und Yeyun Zhang.

Aufgrund der Corona-Pandemie gelten beim Museumsbesuch Auflagen. Zwingend erforderlich sind die üblichen Hygienemaßnahmen wie das Tragen einer OP- oder FFP2-Maske in den Ausstellungsräumen und der Mindestabstand von 1,50 Metern. Zudem gilt in den Räumen eine begrenzte Besucher*innenzahl. Kontaktdaten werden erhoben. Veranstaltungen und Führungen von Gruppen sind derzeit nicht möglich.

16.02.2021

Im Fokus

Im Fokus

Übergeordnetes Ziel der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist es, durch künstlerisch-gestalterische Entwicklungs- und Forschungsvorhaben als Kristallisationspunkt für Arbeiten und geistige Auseinandersetzungen auf den Gebieten der Kunst, der Raumkonzeption und des Designs zu wirken. Die Muthesius Kunsthochschule in Kiel als einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein ist nicht nur ein Ort der Ermöglichung kulturell relevant werdender Biografien, sondern mit ihrem Projektstudium auch ein Ort besonderer Experimente und Realisierungen.
 Die Profile der Masterstudiengänge stellen teilweise in der Bundesrepublik einzigartige Studienangebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende dar.

„Im Zentrum der Muthesius Kunsthochschule steht die Kunst, das Künstlerische und das Gestalterische, das Schaffende und die Produktivität. Um diese Mitte bewegt sich auch das grundsätzliche Verhältnis von Theorie und Praxis. Dieses Wechselverhältnis ist ein permanenter Prozess, eine kreisende Bewegung um das von Kunst und Design ausgehaltene Zentrum. Es ist Freiraum nötig, um sich zu bewegen. Deshalb ist die erste Bedingung für Kunst und Design an unserer Hochschule Freiheit! Zum Studium an der Muthesius Kunsthochschule gehört der Wille, diese Freiheit zu nutzen, um zu einer ebenso kreativen wie produktiven Persönlichkeit heranzureifen. So können wir unseren Studierenden persönliche Biografien ermöglichen“, verspricht Präsident Dr. Arne Zerbst.

Rund 620 Studienplätze verteilen sich zurzeit auf die Studiengänge Freie Kunst, Freie Kunst Lehramt Gymnasium, Raumstrategien, Kommunikationsdesign und Industriedesign.

FORSCHUNG UND PROJEKTE

Die Ausbildung an der Muthesius Kunsthochschule ist projektorientiert. Studierende werden frühzeitig ermutigt, Erfahrungen mit realen Auftraggebern zu machen. Mit dem Projektbüro, dem Raum der Publikation und dem Zentrum für Medien wurden  interdisziplinär arbeitende Einrichtungen geschaffen, die den Studierenden dabei helfen, ihre Projekte erfolgreich zu realisieren.
Durch die Teilnahme an Exzellenzclustern zählt die Muthesius Kunsthochschule zu jenen international sichtbaren und wettbewerbsfähigen Forschungseinrichtungen, die dazu beitragen, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken. Zahlreiche Kooperationspartner auf lokaler, nationaler wie internationaler Ebene schätzen an der Muthesius Kunsthochschule ihre interdisziplinäre Kursstruktur sowie das persönliche Klima mit Semesterstärken von maximal 20 Studierenden – eine hervorragende Basis für Diskurse mit Innovationspotential.

INTERNATIONALITÄT

Studierende und Lehrende setzen sich jedes Semester im Rahmen interdisziplinärer Workshop-Wochen und hochschulintern organisierter, öffentlicher Symposien mit nationalen und internationalen Positionen in Kunst und Design auseinander. Internationale Dozenten sind stets Bestandteil dieser Pflichtveranstaltungen. Aus über 30 Ländern der Welt kommen junge Menschen in Kiel zum Kunst- und Designstudium zusammen. Ihr Anteil an der Studierendenschaft beträgt 14 Prozent, Tendenz steigend. Damit liegt die Muthesius Kunsthochschule weit über dem Bundesdurchschnitt.

WEBLOGS DER LEHRGEBIETE

Um die Vielfalt der Muthesius Kunsthochschule darstellbar zu machen, gibt es neben den »offiziellen« Informationsseiten (die farbige Hälfte dieser Webseite) über 40 Weblogs (die weiße Hälfte dieser Webseite), die von den einzelnen Lehrgebieten selbst gepflegt aktualisiert werden.

Für ganz Eilige haben wir hier eine kurze Bookmarkliste zusammengestellt:
Das digitale Vorlesungsverzeichnis
Who is who an der Muthesius
-Personenverzeichnis
Medienformationen für die Presse
Die Termine der Mappenberatung

Bibliothek (Katalog und Öffnungszeiten)

Wintersemester 2020/21
Wintersemester 2020/21:
Semesterbeginn: 01.10.2020
Semesterende: 31.03.2021
Vorlesungsbeginn: 19.10.2020
Vorlesungsende: 26.02.2021

Unterrichtsfrei: 21.12.2020 – 01.01.2021

Sommersemester 2021
Semesterbeginn: 01.04.2021
Semesterende: 30.09.2021
Vorlesungsbeginn: 06.04.2021
Vorlesungsende: 09.07.2021

Wintersemester 2021/22
Semesterbeginn: 01.10.2021
Semesterende: 31.03.2022
Vorlesungsbeginn: 18.10.2021
Vorlesungsende: 22.02.2022

Unterrichtsfrei: 23.12.2021 – 07.01.2022

Sommersemester 2022
Semesterbeginn: 01.04.2022
Semesterende: 30.09.2022
Vorlesungsbeginn: 04.04.2022
Vorlesungsende: 15.07.2022

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Die Muthesius Kunsthochschule tritt entschieden für die Anerkennung und Akzeptanz jeglicher Identitätskonzepte (LGBTIQ*) jenseits von binärer Geschlechterordnung und Heterosexualität ein.
(Bitte informieren Sie sich über die Gleichstellungsarbeit auf der Website der Gleichstellungskommission: E-Mail: gleichstellungskommission@muthesius.de.)


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