Muthesius Kunsthochschule zeichnet ausländische Studentin mit DAAD-Preis aus

ShyanSiow DAAD Preis

An der Muthesius Kunsthochschule zeichnete Präsident Dr. Arne Zerbst am 20.07. um 17 Uhr anläßlich der Eröffnung der Jahresausstellung eine ausländische Studentin der Kieler Kunsthochschule aus.

Der DAAD-Preis für ausländische Studierende mit herausragenden Studienleistungen und besonderem Engagement, dotiert mit 1000 Euro, geht in diesem Jahr an Yik Shyan SIOW (37) aus Kuala Lumpur (Malaysia). Frau Yik Shyan SIOW absolviert ein Masterstudium Kommunikationsdesign im Schwerpunkt Illustration an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und schließt ihr Studium mit dem Master of Arts im Sommersemester 2017 ab.

Ihre Semesterarbeit „Wahrscheinlich war es anders“, die Illustration einer Geschichte von Clemens Böckmann, wird sie am Samstag, den 22.07. im Kesselhaus der Hochschule präsentiert wurde. (...)

Jahresausstellung 2017

Eröffnung: 20.07.2017 um 17:00 Uhr, Dauer: 21. – 22.07.2017, Legienstraße 35 und Knooper Weg 75, Kiel Eintritt frei!

Traditionell zum Ende des Sommersemesters öffnet die Muthesius Kunsthochschule wieder ab Donnerstag, den  20. Juli um 17 Uhr bis Samstag, den 22. Juli bis 20 Uhr alle Türen zu ihren Ateliers, Studios und Werkstätten zur Jahresschau. Die rund 600 Studierenden der Freien Kunst, der Raumstrategien / Szenografie, des Industriedesigns und des Kommunikationsdesigns präsentieren ein breites Spektrum junger Kunst aller Gattungen und medialer Ausdrucksformen, herausragende Projekt- und Studienarbeiten. Die Jahresschau verbindet Ausstellungen, Filmprogramme, Sound-Performances, Lesungen, Musik und Aktionen zu einem dreitägigen Festival der Künste. Sie wird am 20.07.2017 um 17 Uhr im Campus-Innenhof offiziell durch Präsident Dr. (...)

Weitere Meldungen

Reihe Sprachkunst: Roman Ehrlich

Zur letzten Sprachkunst-Lesung im Sommersemester ist Roman Ehrlich (Foto: Heike Steinweg) eingeladen. Der Autor liest aus „Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens“ am Dienstag, 11. Juli 2017 um 20.00 Uhr im Kesselhaus der Muthesius Kunsthochschule.

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Aktuelle Arbeiten

Raumstrategien

An der Schnittstelle zwischen Kunst, Design, Architektur und Digital Media bildet der Bereich Raumstrategien ein Dach für raumbezogene Studiengänge und Forschungsansätze. In Abgrenzung zum Design, das sich eher dem Objekt und der Serie verpflichtet sieht, befasst sich dieser Bereich mit der Differenz von Räumen in allen Formen und Maßstäblichkeiten und mit der Interpretation räumlicher Situationen und Beziehungen.

Phänomene im realen wie auch im virtuellen Raum werden unter Aspekten von Atmosphäre, Ordnung und Sinnhaftigkeit analysiert und definiert (Mensch-Raum-Beziehung). Die damit zu beziehenden Positionen reichen vom realortsstiftenden bis zum inszenatorischen Ansatz. Die Grenzen zwischen realem und virtuellem Raum können dabei fließend sein.

Für gestalterische Interventionen im Sinne singulärer räumlicher Identität und/oder Inszenierung wie auch komplexer raumbezogener Konzepte und Raumsysteme werden gestalterisch fundierte Strategien entwickelt und vermittelt.
Die Muthesius Kunsthochschule reagiert mit dem neuen Bereich Raumstrategien auf aktuelle Entwicklungen, die die Frage des Raums neu gewichten. Seine Gestaltung und Inszenierung stellt sich heute vor allem vor dem Hintergrund digitaler Vernetzung und der Dynamik der Globalisierung. Die elektronischen Massenkommunikations-Medien scheinen zwar räumliche Grenzen aufzuheben wie allgemeine Globalisierungs-Tendenzen die Vielfalt kultureller Räume einebnen, doch treten dadurch umgekehrt räumliche Signifikanzen als soziale und kulturelle Parameter umso deutlicher hervor.

Ihre wachsende Bedeutung zeigt sich in den wissenschaftlichen Diskursen insbesondere dadurch, dass bereits von einem ,spatial turn‘ die Rede ist: Räume schaffen Wirklichkeiten, bilden Hierarchien ab, eröffnen und behindern gesellschaftliche Beziehungen, zeigen oder verdecken Funktionen, stiften Atmosphären oder verunmöglichen das Gefühl von Zugehörigkeit.

Die bedingende Kraft von Räumen für Gesellschaft und Kultur, ihre identitätsstiftende Funktion gewinnt damit an Relevanz. Mit der Gestaltung von Ortschaften, der Reflexion und Durchdringung ihres Atmosphärischen, der Schaffung eines spezifischen lokalen Ambientes, der thematischen Bildung erlebbarer environments und der sinnlichen Erfahrbarmachung urbaner Semantiken stellt sich nicht nur ein neues Aufgabengebiet für Kunsthochschulen, sondern es ergibt sich auch eine völlig neue gestalterische Verantwortung.

Das gilt sowohl für das Design von Innenräumen als auch für die Strukturierung und Lesbarkeit öffentlicher Räume und Plätze vom exponierten Solitär bis zum Ensemble, von der Ausstattung von Museen und Bibliotheken über die Gestaltung von Bühnen bis zur themenzentrierten Ausstellungsgestaltung und der Herstellung erkundbarer und entdeckbarer Szenarien für Wissenschafts- und Technologieparks oder Freizeitanlagen. Sportliche, politische, kulturelle oder kommerzielle Events finden heute durchweg in inszenierten Räumen statt, die durch den Einsatz medialer, szenischer, filmischer oder architektonischer Mittel gebildet werden. Ihre Gestaltung verlangt nach professioneller ästhetischer Kompetenz.

Lehrende


PROF. DIPL.-ING. MICHAEL BREDA
Szenografie / Vizepräsident

DIPL.ING. MARTINA LÖWENSTROM
Material, Entwurf und Konstruktion

MARIE-FRANCE RAFAEL
wiss. Mitarbeiterin Raumstrategien

PROF.IN SANDRA SCHRAMKE
Raumstrategien

PROF. DAGMAR SCHORK
Szenografie

PROF. DIPL. ING. MANFRED SCHULZ
Szenografie/ Spatial Stategies

PROF. MAG. ARCH CHRISTIAN TECKERT
Forschen und Intervenieren im Raum / MA Spatial Strategies

Abschlüsse

Bachelor of Arts (B. A.)
Master of Arts (M. A.) in den Schwerpunkten
Spatial Design
Szenographie

Promotion