Symposium: Ästhetik des Konsums- Ambivalenz der Verführung

18. bis 20. Januar 2018 im Kesselhaus . Ein Symposium des Forums für Interdisziplinäre Studien der Muthesius Kunsthochschule.
Der Konsumbegriff hat in der politischen Diskussion gerade angesichts der ökologischen Krise unserer Tage, aber weit früher schon in den Traditionen einer zivilisationskritischen Kulturkritik einen schweren Stand. Konsum kennzeichnet hier ein falsches Leben im Gegensatz zu einem früheren gesellschaftlichen Zustand authentischer Befriedigung wahrer Bedürfnisse. Konsum steht nicht so sehr für einen paradiesischen Überfluss, sondern für ein Zuviel und ein Nicht-Nötiges.
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Part of the Landscape

Ausstellung von Studierenden der Klasse Antje Majewski / Muthesius Kunsthochschule und Klasse Julia Schmidt / Kunstakademie Münster
KünstlerInnen: Jan Grollmuß, Linda Ebert, Lea Corves, Nilufar Asadzadeh-Rahimi, Juan Blanco, Eren Yalçinkaya, Noa (Ah Rho), Mascha Livanskaia, Greta Magyar (Muthesius Kunsthochschule) / Juli Lee, Charlotte Debs, Elisa Kullmann, Lena Hoffmann, Lennart Haffner, Adrian Ferdinand, Lou Vianden (Kunstakademie Münster)

Vernissage Freitag 19.1., 19.00
20.1.-11.2.2018
Öffnungszeiten:
Do, Fr 15-18h
Sa, So 14-18 h
Atelierhaus im Anscharpark
Kunstverein Haus 8
Heiligendammer Str. 15 (...)

Weitere Meldungen

Urbanes Licht der Zukunft ausgezeichnet

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Kieler Künstlerin Anne Steinhagen ist 17. Gottfried-Brockmann-Preisträgerin

Die Kieler Künstlerin Anne Steinhagen wird mit dem Gottfried-Brockmann-Preis 2017 der Landeshauptstadt Kiel ausgezeichnet. Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer überreichte den mit 5.000 Euro dotierten Preis zur Förderung junger Kieler Künstlerinnen und Künstler am Freitag, 17. November, um 20 Uhr in der Stadtgalerie Kiel anläßlich der Ausstellungseröffnung.

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Aktuelle Arbeiten

Raumstrategien

An der Schnittstelle zwischen Kunst, Design, Architektur und Digital Media bildet der Bereich Raumstrategien ein Dach für raumbezogene Studiengänge und Forschungsansätze.  Diese befassen sich mit der Differenz von Räumen in allen Formen und Maßstäblichkeiten und mit der Interpretation räumlicher Situationen und Beziehungen.

Phänomene im realen wie auch im virtuellen Raum werden unter Aspekten von Atmosphäre, Ordnung und Sinnhaftigkeit analysiert und definiert (Mensch-Raum-Beziehung). Die damit zu beziehenden Positionen reichen vom realortsstiftenden bis zum inszenatorischen Ansatz. Die Grenzen zwischen realem und virtuellem Raum können dabei fließend sein.

Für gestalterische Interventionen im Sinne singulärer räumlicher Identität und/oder Inszenierung wie auch komplexer raumbezogener Konzepte und Raumsysteme werden gestalterisch fundierte Strategien entwickelt und vermittelt.
Die Muthesius Kunsthochschule reagiert mit dem neuen Bereich Raumstrategien auf aktuelle Entwicklungen, die die Frage des Raums neu gewichten. Seine Gestaltung und Inszenierung stellt sich heute vor allem vor dem Hintergrund digitaler Vernetzung und der Dynamik der Globalisierung. Die elektronischen Massenkommunikations-Medien scheinen zwar räumliche Grenzen aufzuheben wie allgemeine Globalisierungs-Tendenzen die Vielfalt kultureller Räume einebnen, doch treten dadurch umgekehrt räumliche Signifikanzen als soziale und kulturelle Parameter umso deutlicher hervor.

Ihre wachsende Bedeutung zeigt sich in den wissenschaftlichen Diskursen insbesondere dadurch, dass bereits von einem ,spatial turn‘ die Rede ist: Räume schaffen Wirklichkeiten, bilden Hierarchien ab, eröffnen und behindern gesellschaftliche Beziehungen, zeigen oder verdecken Funktionen, stiften Atmosphären oder verunmöglichen das Gefühl von Zugehörigkeit.

Die bedingende Kraft von Räumen für Gesellschaft und Kultur, ihre identitätsstiftende Funktion gewinnt damit an Relevanz. Mit der Gestaltung von Ortschaften, der Reflexion und Durchdringung ihres Atmosphärischen, der Schaffung eines spezifischen lokalen Ambientes, der thematischen Bildung erlebbarer environments und der sinnlichen Erfahrbarmachung urbaner Semantiken stellt sich nicht nur ein neues Aufgabengebiet für Kunsthochschulen, sondern es ergibt sich auch eine völlig neue gestalterische Verantwortung.

Das gilt sowohl für das Design von Innenräumen als auch für die Strukturierung und Lesbarkeit öffentlicher Räume und Plätze vom exponierten Solitär bis zum Ensemble, von der Ausstattung von Museen und Bibliotheken über die Gestaltung von Bühnen bis zur themenzentrierten Ausstellungsgestaltung und der Herstellung erkundbarer und entdeckbarer Szenarien für Wissenschafts- und Technologieparks oder Freizeitanlagen. Sportliche, politische, kulturelle oder kommerzielle Events finden heute durchweg in inszenierten Räumen statt, die durch den Einsatz medialer, szenischer, filmischer oder architektonischer Mittel gebildet werden. Ihre Gestaltung verlangt nach professioneller ästhetischer Kompetenz.

Lehrende


PROF. DIPL.-ING. MICHAEL BREDA
Szenografie / Vizepräsident

DIPL.ING. MARTINA LÖWENSTROM
Material, Entwurf und Konstruktion

MARIE-FRANCE RAFAEL
wiss. Mitarbeiterin Raumstrategien

PROF.IN SANDRA SCHRAMKE
Raumstrategien

PROF. DAGMAR SCHORK
Szenografie

PROF. DIPL. ING. MANFRED SCHULZ
Szenografie/ Spatial Stategies

PROF. MAG. ARCH CHRISTIAN TECKERT
Forschen und Intervenieren im Raum / MA Spatial Strategies

Abschlüsse

Bachelor of Arts (B. A.)
Master of Arts (M. A.) in den Schwerpunkten
Spatial Design
Szenographie

Promotion