Masterausstellung „MFA 21 | My Favourite Acronym“

Melina Bigale untersucht das Haus 3 als eine leere Hülle, eine entkernte Ruine inmitten einer bis zur Rasenkante designten Vorstadtidylle. Hier zeigt sie verschiedene Installationen aus kahlen Heckenpflanzen. © Muthesius Kunsthochschule

Was bedeutet es, Bildern und Materialien, Leben, Welt und Gesellschaft mit einer eigenen künstlerischen Praxis zu begegnen? Auf diese Frage bringt die Ausstellung der Masterabsolventinnen und -absolventen 12 individuelle Antworten zusammen. Im Master-Studium Freie Kunst mit den Schwerpunkten Bildhauerei, Malerei, Keramik, Medienkunst, Zeichnung und Druckgrafik sowie interdisziplinäre Praxis geht es nicht nur um einen kompetenten Umgang mit den verschiedenen Medientechniken; es geht auch und vor allen Dingen darum, eine eigene künstlerische Position zu entwickeln.

Die Ausstellung „My Favourite Acronym“ verweist auf das poetische Potenzial, das in der Buchstabenfolge „MFA“ enthalten ist, und somit auf einen der unzähligen Möglichkeitsräume für kreatives, selbstbestimmtes Handeln. Im Kunstverein Haus 8, dem Atelierhaus im Anscharpark, (...)

Mia-Seeger-Preis für Kieler Industriedesignerinnen und Industriedesigner

Großer Erfolg für die Muthesius Kunsthochschule beim Mia-Seeger-Preis 2021: Einen der Hauptpreise erhält Charlotte Schierning für ihr Konzept einer analytischen Nisthilfe für Hummeln namens „Ana“. Ihr Nest ist eine Höhle aus klimaregulierender Keramik mit einem Einsatz aus Pappe – derart beschaffen, dass Kameras und Sensoren am Nesteingang vielerlei Fragen beantworten: Welche Hummelart nistet hier? Wie ist ihre Flugfrequenz? Welche Menge an Pollen schleppt sie ins Hummelheim? Wie gestalten sich Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Innenraum? Die Jury lobt: „Natürlich geht es darum, dem Insektensterben gegenzusteuern.“ In die Pflicht genommen würden auch die Akteurinnen und Akteure aus der Landwirtschaft – denn sie seien es, „die Nisthilfen aufstellen und pflegen, dort die Daten abrufen und an eine Zentrale übermitteln. Arbeiten, die ihnen angesichts der praktisch geteilten und sehr sympathischen Gehäuseform auch genehm gemacht werden“, so das Jury-Urteil. Unter den mehr als 90 Anmeldungen aus 27 Hochschulen finden sich zudem zwei weitere Arbeiten des Kieler Industriedesigns: Anerkennungen erhalten Konzepte von Jadwiga Slezak und David Rieche. Er hat unter dem Titel „Flexion“ das Hämmerchen zum Messen der Reflexe weiterentwickelt als raffinierte Sensortechnik. Kombiniert mit einer Datenbank lassen sich aus dem gemessenen Reflexbild der Patientinnen und Patienten frühzeitig neurologische Erkrankungen diagnostizieren. Die Jury lobt die passenden Materialien und die zweckentsprechend veredelten Oberflächen des hochwertigen Bestecks. Den Namen „Waterepublic“ trägt der Entwurf von Jadwiga Slezak: Sie lässt es im Stadtraum sprudeln, indem sie dem der Feuerwehr und Stadtreinigung vorenthaltenen Wasserhydrant neues Leben einhaucht und ihn zur öffentlichen Zapf-, Plansch- und Spielsäule umdeutet. Ihre Gestaltung „mildert das technische Erscheinungsbild roher Hydranten dezent ab“, urteilt die Jury. Der Mia-Seeger-Preis wird jährlich an junge Designerinnen und Designer vergeben und ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Er erinnert an die Designtheoretikerin und Ausstellungsmacherin Maria Margarete „Mia“ Seeger, die von 1903 bis 1991 lebte. Sie war für den Deutschen Werkbund tätig und freundschaftlich verbunden mit einigen bedeutenden Vertretern der modernen Gestaltung – wie Ludwig Mies van der Rohe, Marcel Breuer oder Walter Gropius. Der Mia-Seeger-Preis wird von ihrer Stiftung verliehen und ist bundesweit ausgeschrieben – sein Ziel: die Bildung im Bereich der Gestaltung zu fördern. In der Jury sitzen Professorin Anne Bergner, Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Designer Matthis Hamann von der Fluid GmbH München, Designer Stefan Lippert vom Stuttgarter UP Designstudio, der freie Journalist Armin Scharf aus Tübingen sowie Industriedesigner Oliver Stotz, Stotz-Design Wuppertal. Über den Preis und die Preisträger: https://www.mia-seeger.de/de/p/preisverleihung/2021-1087.html Über die Preisverleihung: https://www.mia-seeger.de/de/frontend/news/detail?newsId=55

Großer Erfolg für die Muthesius Kunsthochschule beim Mia-Seeger-Preis 2021: Einen der Hauptpreise erhält Charlotte Schierning für ihr Konzept einer analytischen Nisthilfe für Hummeln namens „Ana“. Ihr Nest ist eine Höhle aus klimaregulierender Keramik mit einem Einsatz aus Pappe – derart beschaffen, dass Kameras und Sensoren am Nesteingang vielerlei Fragen beantworten: Welche Hummelart nistet hier? Wie ist ihre Flugfrequenz? Welche Menge an Pollen schleppt sie ins Hummelheim? Wie gestalten sich Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Innenraum?

Die Jury lobt: „Natürlich geht es darum, dem Insektensterben gegenzusteuern.“ In die Pflicht genommen würden auch die Akteurinnen und Akteure aus der Landwirtschaft – denn sie seien es, „die Nisthilfen aufstellen und pflegen, dort die Daten abrufen und an eine Zentrale übermitteln. (...)

Obst und Gemüse: Kunststudierende zeigen Ausstellung im Glasfoyer

Jonas_Bendlin_Gewächshaus: Mit den autonom schwimmenden Gewächshäusern können Landwirtinnen und Landwirte in Küstenregionen umweltfreundliche ihre Anbaufläche erweitern.

Was wäre, wenn Tomaten und Zucchini schwimmen könnten? Was wäre, wenn Pilze im Wohnzimmer in dekorativen Glasvasen wachsen? Und wenn es vielerorts in der Stadt Treffpunkte am Fahrradanhänger für gerettete Früchte gäbe?

Acht Studierende des Industriedesigns von Professorin Dr. Bettina Möllring und Diplom-Designerin Meike Beyer haben sich mit Obst und Gemüse auseinandergesetzt. In einem Semesterprojekt an der Muthesius Kunsthochschule haben sie gesellschaftliche Trends und innovative Ideen recherchiert. Ab Donnerstag, 21. Oktober, sind ihre um die Ecke und in die Zukunft gedachten Konzepte in einer Ausstellung auf dem Campus der Muthesius Kunsthochschule zu sehen.

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Weitere Meldungen

Wochenende der Museen: Wir sind dabei!

Am 16. und 17. Oktober 2021 holt die Stadt Kiel zwei pandemiebedingt ausgefallene Museumsnächte mit dem Wochenende der Museen nach. Zahlreiche Ausstellungen und ein buntes (...)

Aktuelle Arbeiten

Visuelle Wissenschafts- kommunikation

Julia Catharina Ahrend, 2021

Epigenetik – Der zweite Code

Daniel Schaber, 2021

Kunst

Angehende Künstlerinnen und Künstler studieren in den Studienschwerpunkten Künstlerische Grundlehre (Basisklasse), Malerei, Zeichnung und Grafik, Bildhauerei (Skulptur, Installation, Raumkonzeption), Medienkunst, Interdisziplinäre künstlerische Praxis, sowie Freie Kunst und Keramik.

Ziel des Studiums Freie Kunst ist die Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Identität. Das Studium soll Sie qualifizieren, Ihre eigenen künstlerischen Ideen umzusetzen, die Qualität Ihrer Arbeiten einzuschätzen, sie in einen theoretisch relevanten Kontext zu stellen und sie angemessen zu präsentieren. Dafür entwickeln Sie im Rahmen des Bachelorstudienganges grundlegende praktische, theoretische und künstlerisch‐gestalterische Fähigkeiten. In Projekten außerhalb der Hochschule konkretisieren Sie Ihre gestalterische Vorgehensweise im Hinblick auf mögliche Darstellungsformen. Das Studium soll Sie befähigen, eigene Positionen und Reaktionen zu formulieren. Begleitend zu der fachlichen Ausbildung werden die Studierenden mit dem Betriebssystem „Kunst“ vertraut gemacht auch in Bezug auf gesellschaftliche Relevanz.

Lehrende


PROF.IN DR. KERSTIN ABRAHAM
Freie Kunst und Keramik

PROF. ARNOLD DREYBLATT
Medienkunst

PROF. BKH GUTMANN
Basisklasse

PROF.IN ALMUT LINDE
Interdisziplinäre künstlerische Praxis

PROF.IN ANTJE MAJEWSKI
Malerei

PROF. PIOTR NATHAN
Freie Zeichnung und Druckgrafik

PROF. ELISABETH WAGNER
Bildhauerei

Das Lehrgebiet Film/Time-based Media bei  PROF. STEPHAN SACHS ist interdisziplinär und dem Zentrum für Medien zugeordnet.  Das Lehrgebiet bietet ebenfalls einen Masterschwerpunkt an.

Abschlüsse

Bachelor of Fine Arts (B. F. A.) – 8 Semester
Master of Fine Arts (M. F. A.) – 4 Semester

Promotion


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