Anders als Filme oder Konzerte lassen Gemälde weitgehend offen, in welcher Zeitspanne und in welcher Abfolge sich ihre Rezeption vollzieht. Diese Freiräume lassen sich nutzen, um Erfahrungen von Freiheit zu ermöglichen, die sich so nur an Bildern gewinnen lassen. Der Vortrag skizziert diesen Gedanken mit einigen theoretischen Überlegungen und führt ihn an Beispielen vor Augen.
Johannes Grave ist seit 2019 Professor für Neuere Kunstgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zuvor war er als Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Basel, als stellvertretender Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris (2009–2012) sowie als Professor für Historische Bildwissenschaft/Kunstgeschichte an der Universität Bielefeld (2012–2019) tätig. Er hat mehrere Buchpublikationen u. a. zu Caspar David Friedrich, (...)













