Alex Wissel ist neuer Professor für Erweiterte Malerei und Zeichnung

Prof. Alex Wissel, Foto: Phillip Kurzhals

Ab dem Wintersemester 2026/27 ist Alex Wissel an der Muthesius Kunsthochschule neuer Professor für Erweiterte Malerei und Zeichnung im Studiengang Freie Kunst. Damit folgt er auf Barbara Lüdde, die seit 2025 eine Vertretungsprofessur in der Klasse für Freie Zeichnung und Druckgrafik innehatte, und auf Piotr Nathan.

Herr Wissel, Sie sind in vielen Medien aktiv – von Film, Schauspiel, Bühnenbild bis hin zur Malerei. Die wichtigste künstlerische Praxis sei für sie aber das Zeichnen, haben Sie in einem Interview gesagt. Warum ist das so?

„Zum einen ist die Zeichnung das künstlerische Medium, das ich schon am längsten ausübe. Zeichnen ist für mich zudem auch das organisierende Zentrum all meiner anderen Tätigkeiten. (...)

Forschung auf der Schiene: REAKT begeisterte Projektpartner und Publikum in Lütjenburg

Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Wie kann Schienenverkehr attraktiver, sicherer und wirtschaftlicher gestaltet werden, um den ländlichen Raum wieder zuverlässig anzubinden? Welche innovativen Technologien werden auf der Bahnstrecke Malente–Lütjenburg erprobt? Antworten auf diese Fragen hat die REAKT Innovationscommunity Anfang Oktober bei einer Doppelveranstaltung am Bahnhof Lütjenburg gegeben.

„REAKT vor Ort“ – Die rollende Forschungsplattform (NDR-Bericht)

Am Vormittag kamen 60 Projektpartner der Innovationscommunity aus Wissenschaft und Wirtschaft zum REAKT-Jahrestreffen zusammen. Ab 16 Uhr öffnete sich die Veranstaltung unter dem Titel „REAKT vor Ort – Forschung erleben!“ für Politik und die interessierte Öffentlichkeit. Rund 200 Interessierte nutzten die Gelegenheit, Forschung und Innovation auf der Schiene unmittelbar zu erleben. (...)

Feierstunde im Kesselhaus: Absolvent*innen erhalten Urkunden

Eine Gruppe von Personen posiert für ein Gruppenbild

Herzliche Glückwünsche: 35 Absolvent*innen haben ihre Abschlussurkunden erhalten. Im Kesselhaus der Muthesius Kunsthochschule sind sie in einer Feierstunde verabschiedet worden. Sie alle haben im Sommersemester 2026 ihr Bachelor- oder Masterstudium der Freien Kunst, der Kunst auf Lehramt an Gymnasien, des Kommunikationsdesigns, des Industriedesigns, der Szenografie und Raumstrategien an der Muthesius Kunsthochschule abgeschlossen.

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Weitere Meldungen

Kieler Woche 2027: Das sind die Designs der Studierenden

Wenn dieses Geheimnis gelüftet wird, ist es das Stadtgespräch. Jahr für Jahr. Denn zum Design der Kieler Woche haben nicht nur die neun Jurymitglieder, die die Landeshauptstadt Kiel auswählt, eine Meinung. Wenn sie aus 15 Entwürfen von sechs Designbüros das Gewinnermotiv auswählen, sind darunter auch Entwürfe von Studierenden der Muthesius Kunsthochschule. Für die Gestaltung 2027 haben Finn Feiert, Kaja Schmitt und Anja Sosnowski ihre Designs eingereicht – es zwar nicht auf die ersten drei Plätze geschafft, aber sich im Mittelfeld platziert.

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Atelierstipendiat*innen stellen im Anscharpark aus

Mit großer künstlerischer Bandbreite besticht die Ausstellung der Atelierstipendiat*innen im Atelierhaus im Anscharpark: Dort zeigen Melina Bigale, Maximilian Flachsenberg, Laura Meggers, Helena Sachs, Sander Schaper, Naiwei Tian, Tom Scheffer und Hyojung Yun ab Freitag, 28. August, um 16.30 Uhr, was sie in der Zeit ihres Stipendiums künstlerisch erarbeitet haben. Zu sehen ist die Ausstellung bis Sonntag, 20. September.

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Aktuelle Arbeiten

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Mehr Informationen

„WE ARE GYM“ – 20 Jahre Muthesius Interface Design

Teamwork! Interface Design Studierende BA/MA, Sophia Bendig, Junlin Chen, Sizhen Chen, Emiel Hutzfeldt, Sinah Jahn, Alicia Valentina Kaster-Pöhlmann, Jaro Larsen, Lillian Mumm, Özlem Ögüt, Thomas Phillipps, Fritz Victor Seemann, Lone Schlüter, Parastoo Soleimanian, Yiyang Sun, Filiz Westphal, Yifan Xu, Zhuoyi Zhang, Wanyi Zhao, Noah Hannes Nepomuk Zoller, Yuanzhe Zhou, Lin Zhu, 2025

Visuelle Grundlagen und grafische Gestaltung

Zeichnen ist eine komplexe Notation. Wer zeichnet, dokumentiert: Die Zeit, die währenddessen verstreicht. Die Emotionen, die den Zeichnenden erfüllen. Den körperlichen Zustand des Zeichnenden. Das Nachdenken über den Gegenstand, der gezeichnet wird. Den Gegenstand, seine äußere Form und seine innere Verfasstheit. Die Beziehung des Zeichnenden zum Gegenstand. Die Ansprüche und Erwartungen des Zeichnenden an das Publikum.
Neben der Sprache ist das Zeichnen ein grundlegendes Werkzeug der künstlerischen Selbstverständigung in den Arbeitsfeldern des Kommunikationsdesigns. Wer zeichnet, muss innehalten und das Entstandene reflektieren. Das Zeichnen mit der Feder ist hierfür ein schönes Beispiel: Nach einigen Sekunden ist die Feder leergezeichnet und hebt sich vom Blatt, der Blick geht zum Glas mit der Tusche, die Feder wird neu gefüllt, der Blick geht zurück zum Papier und sucht sich einen neuen Ansatzpunkt, von dem aus weiter gezeichnet wird. Auch wenn es sich nur um Augenblicke handelt, fallen hier Entscheidungen über die Vervollständigung der Form.
Um zeichnen zu können, müssen wir also sehen können. Wir müssen uns der Grundlagen unserer Wahrnehmung bewusst werden, wir müssen unsere Wahrnehmung schulen und schärfen, und genau das geschieht in der reflektierenden zeichnerischen Praxis, also in einer dialektischen Bezogenheit von grafischer Gestaltung und sprachlicher Analyse. Zudem soll im Lehrgebiet „Visuelle Grundlagen und grafische Bildgestaltung“ das Zeichnen und seine Analyse mit den anderen Lehrgebieten des Kommunikationsdesigns zusammen gedacht werden.

Die in den Grundlagenkursen erworbenen Kenntnisse der digitalen Bildbearbeitung sollen in praxisnahen Aufgabenstellungen vertieft und erprobt werden. In der Regel bedeutet das, eigene kleine Publikationen mit den im Semester entstandenen Arbeiten zu erstellen. Dazu gehört ein Wissen um die Qualitätsanforderungen der verschiedenen Drucktechniken (Offset, Digitaldruck, Siebdruck etc.), zunächst das fachgerechnete Scannen der Vorlagen, die Nachbearbeitung in Photoshop und schließlich ein Layout in InDesign.

Eine Illustration soll ein Licht auf ihren Gegenstand werfen, sie soll ihn zum leuchten bringen, damit sein Wesen besser erkannt werden kann. Eine Illustration entfaltet ihre Wirkung in einem Kontext, der enger gefasst ist als der einer freien Zeichnung. Das Thema will bedacht sein, aber auch die Form der Publikation spielt eine entscheidende Rolle. Was unterscheidet eine Illustration in einer Tageszeitung von einer Illustration, die in einem Kinderbuch veröffentlicht wird? Was eine Illustration in digitalen Medien von einer auf einem Plakat am Straßenrand? Hier wird die Verknüpfung der grafischen Bildgestaltung mit den anderen Lehrgebieten im KoDe ebenfalls zentral: die Strategien der Bilder nutzenden Medien sind verschiedene, und im Lehrgebiet „Visuelle Grundlagen und grafische Bildgestaltung“ werden solche Strategien am Beispiel der Illustration analysiert und erprobt.

Ziel des Lehrgebietes ist es, neue Arbeitsfelder zu erforschen, kreatives Denken und technische Fähigkeiten zu schulen, eine persönliche, grafische Ausdrucksform finden zu helfen und zu erörtern, wie intellektuelle und emotionale Inhalte mit dem Mittel der grafischen Bildgestaltung kommuniziert werden können.
Dieser Prozess sollte während des Studiums in Gang gebracht werden, er endet nie, er ermöglicht uns ein wunderbares paradoxes Erlebnis, nämlich uns planvoll selbst überraschen zu können. Im Idealfall entsteht durch oder im Zusammenspiel mit einer solchen künstlerischen Praxis eine Haltung, die dann als Stil nach außen erkennbar wird.

Fragen ?

Prof. Markus Huber
T 0431 / 5198 – 526
E markushuber@muthesius.de