Breites Bündnis für Diversität

Hochschulübergreifende Aktionswoche zum 12. Deutschen Diversity-Tag

Vom 27. bis zum 30. Mai 2024 finden die gemeinsamen Diversity-Tage der Muthesius Kunsthochschule, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), der Dualen Hochschule SH, der Europa-Universität Flensburg, der Fachhochschule (FH) Kiel, der Technischen Hochschule Lübeck und der Universität zu Lübeck online und in Präsenz statt. Damit bietet das Netzwerk der schleswig-holsteinischen Diversitätsbeauftragten in einer hochschulübergreifenden Veranstaltung bereits zum fünften Mal Weiterbildungen und Aktionen zu sozialer Gerechtigkeit im Hochschulkontext an. Die Initiative rund um den bundesweiten Deutschen Diversity-Tag 2024 am 28. Mai 2024 zeigt Vielfalt aus unterschiedlichen Perspektiven.

Die Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen. Zur Teilnahme ist eine Anmeldung unter https://www.eventbrite.com/cc/diversitytage-2024-3281539 erforderlich. (...)

Ausstellung „Frightened of old ideas“ widmet sich Kulturen digitaler Bilder

Eröffnung im Ausstellungsraum spce der Muthesius Kunsthochschule am Montag, 13. Mai, um 18 Uhr

Wie werden Bilder zum dreidimensionalen Erlebnis? Und wie können digitale Medien eingesetzt werden, um klassische Unterrichtsinhalte besser zu vermitteln? Wie digital Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften im Kunstunterricht arbeiten, zeigen die Ergebnisse des Wettbewerbs „Mal digital“, einer Kooperation des Landesprogramms Zukunft Schule im digitalen Zeitalter mit der Muthesius Kunsthochschule und dem Institut für Qualitätsentwicklung an den Schulen Schleswig-Holstein (IQSH). Präsentiert werden die Schülerarbeiten zusammen mit studentischen Arbeiten vom 13. bis 18. Mai in einer Ausstellung im spce | Muthesius, Andreas-Gayk-Straße 7-11 in Kiel.

Tag für Tag gestalten Schülerinnen und Schüler sowie Studierende digitale Bilder. (...)

Jetzt für das Studium ab dem Wintersemester bewerben

Jetzt bewerben!

Wer ab dem Wintersemester 2024/25 an der Muthesius Kunsthochschule studieren möchte, kann sich vom 1. bis 15. Mai dafür bewerben. Die Anmeldung erfolgt online. Hier sind alle relevanten Informationen zum Bewerbungsverfahren für Bachelor- und Master-Studierende zu finden. Außerdem wird hier ab 1. Mai der Link zum digitalen Bewerbungsportal veröffentlicht.

Die einzige Kunsthochschule Schleswig-Holsteins bietet Bachelorstudierenden eine Auswahl an Kunst- und Design-Studiengängen an: Es gibt Kommunikationsdesign, Industriedesign, Szenografie / Interior Design, Freie Kunst und Kunst Lehramt an Gymnasien. Außerdem werden die Masterstudiengänge Kommunikationsdesign, Raumstrategien, Freie Kunst, Kunst Lehramt an Gymnasien sowie im Studiengang Industriedesign zwei verschiedene Masterprogramme angeboten: Medical Design und Interface Design.

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Weitere Meldungen

Robert Habeck besucht Bahn-Teststrecke in Malente

Welche neuen Technologien werden für den ländlichen Schienenverkehr in Schleswig-Holstein entwickelt? In Malente gestaltet auch die Muthesius Kunsthochschule die Mobilität der Zukunft. Darüber hat sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nun informiert.

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Aktuelle Arbeiten

SilkHub – Information in Texture

Katharina Fedde, 2024

Visuelle Grundlagen und grafische Gestaltung

Zeichnen ist eine komplexe Notation. Wer zeichnet, dokumentiert: Die Zeit, die währenddessen verstreicht. Die Emotionen, die den Zeichnenden erfüllen. Den körperlichen Zustand des Zeichnenden. Das Nachdenken über den Gegenstand, der gezeichnet wird. Den Gegenstand, seine äußere Form und seine innere Verfasstheit. Die Beziehung des Zeichnenden zum Gegenstand. Die Ansprüche und Erwartungen des Zeichnenden an das Publikum.
Neben der Sprache ist das Zeichnen ein grundlegendes Werkzeug der künstlerischen Selbstverständigung in den Arbeitsfeldern des Kommunikationsdesigns. Wer zeichnet, muss innehalten und das Entstandene reflektieren. Das Zeichnen mit der Feder ist hierfür ein schönes Beispiel: Nach einigen Sekunden ist die Feder leergezeichnet und hebt sich vom Blatt, der Blick geht zum Glas mit der Tusche, die Feder wird neu gefüllt, der Blick geht zurück zum Papier und sucht sich einen neuen Ansatzpunkt, von dem aus weiter gezeichnet wird. Auch wenn es sich nur um Augenblicke handelt, fallen hier Entscheidungen über die Vervollständigung der Form.
Um zeichnen zu können, müssen wir also sehen können. Wir müssen uns der Grundlagen unserer Wahrnehmung bewusst werden, wir müssen unsere Wahrnehmung schulen und schärfen, und genau das geschieht in der reflektierenden zeichnerischen Praxis, also in einer dialektischen Bezogenheit von grafischer Gestaltung und sprachlicher Analyse. Zudem soll im Lehrgebiet „Visuelle Grundlagen und grafische Bildgestaltung“ das Zeichnen und seine Analyse mit den anderen Lehrgebieten des Kommunikationsdesigns zusammen gedacht werden.

Die in den Grundlagenkursen erworbenen Kenntnisse der digitalen Bildbearbeitung sollen in praxisnahen Aufgabenstellungen vertieft und erprobt werden. In der Regel bedeutet das, eigene kleine Publikationen mit den im Semester entstandenen Arbeiten zu erstellen. Dazu gehört ein Wissen um die Qualitätsanforderungen der verschiedenen Drucktechniken (Offset, Digitaldruck, Siebdruck etc.), zunächst das fachgerechnete Scannen der Vorlagen, die Nachbearbeitung in Photoshop und schließlich ein Layout in InDesign.

Eine Illustration soll ein Licht auf ihren Gegenstand werfen, sie soll ihn zum leuchten bringen, damit sein Wesen besser erkannt werden kann. Eine Illustration entfaltet ihre Wirkung in einem Kontext, der enger gefasst ist als der einer freien Zeichnung. Das Thema will bedacht sein, aber auch die Form der Publikation spielt eine entscheidende Rolle. Was unterscheidet eine Illustration in einer Tageszeitung von einer Illustration, die in einem Kinderbuch veröffentlicht wird? Was eine Illustration in digitalen Medien von einer auf einem Plakat am Straßenrand? Hier wird die Verknüpfung der grafischen Bildgestaltung mit den anderen Lehrgebieten im KoDe ebenfalls zentral: die Strategien der Bilder nutzenden Medien sind verschiedene, und im Lehrgebiet „Visuelle Grundlagen und grafische Bildgestaltung“ werden solche Strategien am Beispiel der Illustration analysiert und erprobt.

Ziel des Lehrgebietes ist es, neue Arbeitsfelder zu erforschen, kreatives Denken und technische Fähigkeiten zu schulen, eine persönliche, grafische Ausdrucksform finden zu helfen und zu erörtern, wie intellektuelle und emotionale Inhalte mit dem Mittel der grafischen Bildgestaltung kommuniziert werden können.
Dieser Prozess sollte während des Studiums in Gang gebracht werden, er endet nie, er ermöglicht uns ein wunderbares paradoxes Erlebnis, nämlich uns planvoll selbst überraschen zu können. Im Idealfall entsteht durch oder im Zusammenspiel mit einer solchen künstlerischen Praxis eine Haltung, die dann als Stil nach außen erkennbar wird.

Fragen ?

Prof. Markus Huber
T 0431 / 5198 – 526
E markushuber@muthesius.de