Was für ein Wochenende: Tausende Besucher*innen haben sich die Jahresausstellung „Einblick/Ausblick“ an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel angesehen. In Ateliers und Studios konnten sie einmalige Einblicke erhalten: Denn im Altbau an der Legienstraße, in den Räumen am Knooper Weg 75, im Werkstattturm sowie im spce | Muthesius und der Gallery Cubeplus haben mehr als 600 Studierende gezeigt, welche Kunst und welches Design sie im Studienjahr erarbeitet haben.
Studierende konzipieren die Jahresausstellung „Einblick/Ausblick“
Das Besondere an der Jahresausstellung „Einblick/Ausblick“: Sie wird von Studierenden konzipiert und organisiert. So haben die Kommunikationsdesign-Studentinnen Karla Bartsch, Elisabeth Gerberding und Malin Peymann vom Logo bis zum Plakat das gesamte Erscheinungsbild der Jahresausstellung entworfen. Auch ein umfangreicher Jahreskatalog ist zum Fest erschienen. Digitale Einblicke in die Arbeiten der Studierenden sind auf der „Einblick/Ausblick“-Website zu sehen.
Vom Bühnenprogramm bis zu Dekoration und Kioskverkauf selbst geplant
Ein zwölfköpfiges studentisches Team hat zudem das Hoffest geplant – vom musikalischen Bühnenprogramm über Dekoration, Kioskverkauf und Foodtrucks bis hin zum kulturellen und unterhaltsamen Rahmenprogramm. Dr. Arne Zerbst, Präsident der Muthesius Kunsthochschule, begrüßte zur Eröffnungsfeier Stadtpräsidentin Bettina Aust, die in ihrem Grußwort auf die besondere Rolle der Kieler Kunsthochschule verwies. Sein besonderer Dank galt Vizepräsident Michael Breda, der seit 1999 die Muthesius Kunsthochschule geprägt hat – lange bevor sie staatliche Kunsthochschule wurde. Stellvertretend für alle helfenden Hände überreichte Zerbst Sonnenblumen an die Hausmeister Bernd Fischer und Bodo Ritscher.
Arne Zerbst: „Muthesius als Ort der Empfindsamkeit und des Zusammenhalts“
In seiner Eröffnungsrede betonte Arne Zerbst die Funktion der Muthesius „als gemeinsam gestaltetes Kunst- und Designlabor! Als Ort der Empfindsamkeit und des Zusammenhalts, der gesellschaftlichen Brücken und Begegnungsräume und damit als Kraft gegen Radikalität und Polarisierung, gegen binäres Denken und die simplifizierenden Zuspitzungen der Populisten. Wir sind ein Ort der Freiheit und der Demokratie — und wir wollen es bleiben!“, sagte er. Denn als Ort des gemeinsamen Erlebens von Kunst und Design „können wir auch ein Zeichen setzen gegen die Vereinzelung. Wir können vereinen in der Sehnsucht nach Ausgleich und Balance — im eigenen Inneren wie in der äußeren Welt. Unser Ich ist nicht allein: Wir sind Muthesius!“
Eine Bildergalerie mit Fotos von Elisabeth Gerberding, Richard Gutberlet und Julia Marre zeigt Eindrücke von der Jahresausstellung und den Ausstellungen.


























