Forschung auf der Schiene: REAKT begeisterte Projektpartner und Publikum in Lütjenburg

Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Wie kann Schienenverkehr attraktiver, sicherer und wirtschaftlicher gestaltet werden, um den ländlichen Raum wieder zuverlässig anzubinden? Welche innovativen Technologien werden auf der Bahnstrecke Malente–Lütjenburg erprobt? Antworten auf diese Fragen hat die REAKT Innovationscommunity Anfang Oktober bei einer Doppelveranstaltung am Bahnhof Lütjenburg gegeben.

„REAKT vor Ort“ – Die rollende Forschungsplattform (NDR-Bericht)

Am Vormittag kamen 60 Projektpartner der Innovationscommunity aus Wissenschaft und Wirtschaft zum REAKT-Jahrestreffen zusammen. Ab 16 Uhr öffnete sich die Veranstaltung unter dem Titel „REAKT vor Ort – Forschung erleben!“ für Politik und die interessierte Öffentlichkeit. Rund 200 Interessierte nutzten die Gelegenheit, Forschung und Innovation auf der Schiene unmittelbar zu erleben.

Fachlicher Austausch in der REAKT-Innovationscommunity

Beim REAKT-Jahrestreffen tauschten sich die Projektpartner:innen über den Stand und die weitere Entwicklung der beteiligten Projekte aus. Die Projekte präsentierten in der Fahrzeughalle in Lütjenburg ihre Arbeiten anhand von Postern, Simulationen und Exponaten. Zu sehen waren unter anderem Designstudien für Schienenfahrzeuge der Zukunft, die Studierende der Muthesius Kunsthochschule entwickelt haben. Die ferngesteuerte Forschungsplattform REAKTOR der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Videomaterial sowie Erklärposter zu Material, Licht und Akustik machten die Forschung erfahrbar.

Der Sprecher der Innovationscommunity, Prof. Dr. Reinhard von Hanxleden von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erklärte: „Die Bahnstrecke zwischen Malente und Lütjenburg ist weit mehr als ein Verkehrsweg. Sie ist ein einzigartiges Reallabor, in dem Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam an der Mobilität der Zukunft arbeiten. Mit unserem Jahrestreffen und der Veranstaltung ‚REAKT vor Ort‘ möchten wir zeigen, welche Ideen und Innovationen hier entstehen, und gleichzeitig den Austausch mit den Menschen vor Ort suchen. Denn gute Lösungen für den ländlichen Raum entstehen nur im Dialog mit der Region.“

Öffentliche Forschungsschau stieß auf großes Interesse

Ab 16 Uhr richtete sich „REAKT vor Ort – Forschung erleben!“ an Bürgerinnen und Bürger, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie weitere Interessierte. Rund 200 Besucherinnen und Besucher kamen zum Bahnhof Lütjenburg. Auch sie wurden von Prof. Dr. Reinhard von Hanxleden begrüßt. Von Handleden hob die Einzigartigkeit dieser Initiative und ihrer Entstehungsgeschichte hervor. Er dankte insbesondere den Mitgliedern des Vereins Schienenverkehr Malente-Lütjenburg, die in unzähligen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden die Strecke wieder nutzbar gemacht haben, sowie der Prof. Dr. Werner Petersen Stiftung, deren frühzeitiges Engagement für die REAKT-Forschungsinitiative die Sicherung der Strecke ermöglicht hatte.

Dirk Sohn, Bürgermeister von Lütjenburg:
„Lütjenburg unterstützt die Initiative, weil wir darin die Chance sehen, wieder an das Netz der Deutschen Bahn angeschlossen zu werden – ein wichtiger Schritt für die gesamte Region. Als Stadt haben wir stets an die Wiedergeburt der Strecke geglaubt und uns deshalb gegen ihre Entwidmung eingesetzt. Diese Überzeugung zeigt sich auch im großen ehrenamtlichen Engagement vor Ort.“

Heiko Godow, Bürgermeister von Malente:
„Die Verbindung von touristischer Nutzung und konkreter Forschung verschafft der Strecke überregionale Aufmerksamkeit. Damit verbinden wir die Hoffnung, dass sie langfristig wieder für den Verkehr genutzt wird.“

Anschließend kamen die Projektpartner:innen mit dem Publikum ins direkte Gespräch. Insbesondere die Anwohnenden waren neugierig, was vor ihrer Haustür geschieht.

Die Veranstaltung machte die Arbeit der zahlreichen Projektpartner:innen sichtbar und stärkte den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Auch das ist ein wichtiges Ziel der Innovationscommunity: die Vernetzung der beteiligten Akteure, der Wissenstransfer sowie Akzeptanz und Vertrauen für innovative Mobilitätslösungen im ländlichen Raum.

Reallabor für die Mobilität von morgen

Die REAKT DATI Innovationscommunity erforscht auf der Versuchsstrecke Malente–Lütjenburg technologische und soziale Innovationen für die Mobilität von morgen. In diesem Reallabor können neue Ansätze unter realen Bedingungen entwickelt und getestet werden.
Die Innovationscommunity wird im DATIpilot-Programm vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.

www.reaktsh.de

06.10.2026 •

Im Fokus

Im Fokus

Übergeordnetes Ziel der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist es, durch künstlerisch-gestalterische Entwicklungs- und Forschungsvorhaben als Kristallisationspunkt für Arbeiten und geistige Auseinandersetzungen auf den Gebieten der Kunst, der Raumkonzeption und des Designs zu wirken. Die Muthesius Kunsthochschule in Kiel als einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein ist nicht nur ein Ort der Ermöglichung kulturell relevant werdender Biografien, sondern mit ihrem Projektstudium auch ein Ort besonderer Experimente und Realisierungen.
 Die Profile der Masterstudiengänge stellen teilweise in der Bundesrepublik einzigartige Studienangebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende dar.

„Im Zentrum der Muthesius Kunsthochschule steht die Kunst, das Künstlerische und das Gestalterische, das Schaffende und die Produktivität. Um diese Mitte bewegt sich auch das grundsätzliche Verhältnis von Theorie und Praxis. Dieses Wechselverhältnis ist ein permanenter Prozess, eine kreisende Bewegung um das von Kunst und Design ausgehaltene Zentrum. Es ist Freiraum nötig, um sich zu bewegen. Deshalb ist die erste Bedingung für Kunst und Design an unserer Hochschule Freiheit! Zum Studium an der Muthesius Kunsthochschule gehört der Wille, diese Freiheit zu nutzen, um zu einer ebenso kreativen wie produktiven Persönlichkeit heranzureifen. So können wir unseren Studierenden persönliche Biografien ermöglichen“, verspricht Präsident Dr. Arne Zerbst.

Rund 660 Studienplätze verteilen sich zurzeit auf die Studiengänge Freie Kunst, Kunst Lehramt an Gymnasien, Szenografie/Interior Design/Raumstrategien, Kommunikationsdesign und Industriedesign.

FORSCHUNG UND PROJEKTE

Das Studium an der Muthesius Kunsthochschule ist projektorientiert. Studierende werden frühzeitig ermutigt, Erfahrungen mit realen Auftraggebern zu machen. Mit dem Zentrum für Medien wurde eine  interdisziplinär arbeitende Einrichtung geschaffen, die den Studierenden dabei helfen, ihre Projekte erfolgreich zu realisieren.
Durch die Teilnahme an Exzellenzclustern zählt die Muthesius Kunsthochschule zu jenen international sichtbaren und wettbewerbsfähigen Forschungseinrichtungen, die dazu beitragen, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken. Zahlreiche Kooperationspartner auf lokaler, nationaler wie internationaler Ebene schätzen an der Muthesius Kunsthochschule ihre interdisziplinäre Kursstruktur sowie das persönliche Klima mit Semesterstärken von maximal 20 Studierenden – eine hervorragende Basis für Diskurse mit Innovationspotential.

INTERNATIONALITÄT

Studierende und Lehrende setzen sich jedes Semester im Rahmen interdisziplinärer Workshop-Wochen und hochschulintern organisierter, öffentlicher Symposien mit nationalen und internationalen Positionen in Kunst und Design auseinander. Internationale Dozenten sind stets Bestandteil dieser Pflichtveranstaltungen. Aus über 30 Ländern der Welt kommen junge Menschen in Kiel zum Kunst- und Designstudium zusammen. Ihr Anteil an der Studierendenschaft beträgt 14 Prozent, Tendenz steigend. Damit liegt die Muthesius Kunsthochschule weit über dem Bundesdurchschnitt.

WEBLOGS DER LEHRGEBIETE

Um die Vielfalt der Muthesius Kunsthochschule darstellbar zu machen, gibt es neben den »offiziellen« Informationsseiten (die farbige Hälfte dieser Webseite) über 40 Weblogs (die weiße Hälfte dieser Webseite), die von den einzelnen Lehrgebieten selbst gepflegt aktualisiert werden.

Für ganz Eilige haben wir hier eine kurze Bookmarkliste zusammengestellt:
Das digitale Vorlesungsverzeichnis
Who is who an der Muthesius
-Personenverzeichnis
Medienformationen für die Presse
Die Termine der Mappenberatung

Bibliothek (Katalog und Öffnungszeiten)

 

SEMESTERZEITEN

Sommersemester 2026
Semesterzeitraum: 01.04.2026 – 30.09.2026
Vorlesungszeit: 07.04.2026 – 24.07.2026

Wintersemester 2026/2027
Semesterzeitraum: 01.10.2026- 31.03.2027
Vorlesungszeit: 19.10.2026 – 19.02.2027
Vorlesungsfrei: 21.12.2026 – 03.01.2027

Sommersemester 2027
Semesterzeitraum: 01.04.2027- 30.09.2027
Vorlesungszeit: 05.04.2027 – 23.07.2027

Wintersemester 2027/2028
Semesterzeitraum: 01.10.2027 – 31.03.2028
Vorlesungszeit: 18.10.2027 – 18.02.2028
Vorlesungsfrei: 20.12.2027 – 02.01.2028

 

*********************************

Die Muthesius Kunsthochschule tritt entschieden für die Anerkennung und Akzeptanz jeglicher Identitätskonzepte (LGBTQIA*) jenseits von binärer Geschlechterordnung und Heterosexualität ein.
(Bitte informieren Sie sich über die Gleichstellungsarbeit auf der Website der Kommission für Gleichstellung und Diversität: E-Mail: gleichstellungskommission@muthesius.de.)