Ausstellung: Die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde

Abtransport von Patienten des Anstalt Liebenau am 2.10.1940. © freigegeben für die Öffentlichkeitsarbeit von der Stiftung Liebenau, Meckenbeuren-Liebenau

Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung Kiel

Ausstellung: Die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde
Ort: Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung, Brunswiker Str. 2, 24105 Kiel
Zeit: bis 24. Februar 2019, Di – Fr 10 – 16 Uhr, So 12 – 16 Uhr
Kosten: regulär 3 €, ermäßigt 1 €, Führung 50 € (Schulklassen 30 €)
Altersempfehlung: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene

In 40 Zeichnungen unter dem Titel Der Siegeszug der Sterelation versuchte Wilhelm Werner das Leid, das ihm durch eine Zwangssterilisation auf Grundlage des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses von 1933 zugefügt worden war, zu verarbeiten. Mit der Diagnose „Idiotie“ lebte er im bayerischen Werneck in einer Anstalt für psychisch kranke Menschen, wo er 1940 durch einen Meldebogen der Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und Pflegeanstalten erfasst und anschließend in der Anstalt Pirna-Sonnenstein durch Gas ermordet wurde.
Das Leben von Anstaltspatienten war bereits seit dem Machtantritt der Nationalsozialisten durch radikale Sparmaßnahmen massiv bedroht. Dazu traten die Gesetze zur Erbgesundheitspflege und Rassenhygiene. Ab 1939 entschieden Gutachter über die Tötung von arbeitsunfähigen, pflegeaufwändigen und störenden Patienten. Die Ausstellung Die nationalszialistischen „Euthanasie“-Morde widmet sich der Euthanasie-Debatte seit der Weimarer Republik und der Durchführung von Patientenmorden im Dritten Reich. Sie beschreibt die besondere Bedeutung der Berliner Organisationszentrale in der Tiergartenstraße 4 und erläutert weitere Mordaktionen gegen psychisch kranke und geistig behinderte Männer, Frauen und Kinder in Deutschland und Europa ab 1939. Zehn lebensgeschichtliche Skizzen von Opfern der Patientenmorde verdeutlichen die individuelle Dimension dieser Verbrechen.
Für Kiel erhält die Ausstellung besondere Bedeutung, da einer der vier Hauptgutachter der durch die Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und Pflegeanstalten in die Wege geleiteten Tötungsaktionen 1954 den Kieler Lehrstuhl für Kinderheilkunde übernahm. Prof. Dr. Werner Catel befürwortete auch nach Ende des nationalsozialistischen Regimes entschieden die Kindereuthanasie und musste sich für sein Handeln im Dritten Reich nie vor Gericht rechtfertigen. Erst 1960 wurde er auf Druck der Öffentlichkeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.
Die Wanderausstellung Die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde entstand im Rahmen eines DFG-Forschungsprojektes zur Errichtung der Gedenkstätte Tiergartenstraße 4 in Berlin. Sie ist bis 24. Februar in der Medizin- und Pharmaziehistorischen Sammlung Kiel zu sehen.
Umfangreiche Informationen zu den nationalsozialistischen Euthanasie-Morden finden sich auch unter https://www.gedenkort-t4.eu/de/wissen/aktion-t4

Bildmaterial
Roter Bus: Abtransport von Patienten des Anstalt Liebenau am 2.10.1940. © freigegeben für die Öffentlichkeitsarbeit von der Stiftung Liebenau, Meckenbeuren-Liebenau


Ort: Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der Universität Kiel; Brunswiker Straße 2, 24105 Kiel
Datum: Donnerstag, 17.01.2019 – Sonntag, 24.02.2019
Zeit: 10:00 – 16:00
17.01.2019

Im Fokus

Im Fokus

Übergeordnetes Ziel der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist es, durch künstlerisch-gestalterische Entwicklungs- und Forschungsvorhaben als Kristallisationspunkt für Arbeiten und geistige Auseinandersetzungen auf den Gebieten der Kunst, der Raumkonzeption und des Design zu wirken. Die Muthesius Kunsthochschule in Kiel als einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein ist nicht nur ein Ort der Ermöglichung kulturell relevant werdender Biografien, sondern mit ihrem Projektstudium auch ein Ort besonderer Experimente und Realisierungen.
 Die Profile der Masterstudiengänge stellen teilweise in der Bundesrepublik einzigartige Studienangebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende dar.

„Im Zentrum der Muthesius Kunsthochschule steht die Kunst, das Künstlerische und das Gestalterische, das Schaffende und die Produktivität. Um diese Mitte bewegt sich auch das grundsätzliche Verhältnis von Theorie und Praxis. Dieses Wechselverhältnis ist ein permanenter Prozess, eine kreisende Bewegung um das von Kunst und Design ausgehaltene Zentrum. Es ist Freiraum nötig, um sich zu bewegen. Deshalb ist die erste Bedingung für Kunst und Design an unserer Hochschule Freiheit! Zum Studium an der Muthesius Kunsthochschule gehört der Wille, diese Freiheit zu nutzen, um zu einer ebenso kreativen wie produktiven Persönlichkeit heranzureifen. So können wir unseren Studierenden persönliche Biografien ermöglichen“, verspricht Präsident Dr. Arne Zerbst.

Rund 580 Studienplätze verteilen sich zur Zeit auf die Studiengänge Freie Kunst, Freie Kunst Lehramt Gymnasium, Raumstrategien, Kommunikationsdesign und Industriedesign.

FORSCHUNG UND PROJEKTE

Die Ausbildung an der Muthesius Kunsthochschule ist projektorientiert. Studierende werden frühzeitig ermutigt, Erfahrungen mit realen Auftraggebern zu machen. Mit dem Projektbüro, dem Raum der Publikation und dem Zentrum für Medien wurden  interdisziplinär arbeitende Einrichtungen geschaffen, die den Studierenden dabei helfen, ihre Projekte erfolgreich zu realisieren.
Durch die Teilnahme an Exzellenzclustern zählt die Muthesius Kunsthochschule zu jenen international sichtbaren und wettbewerbsfähigen Forschungseinrichtungen, die dazu beitragen, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken. Zahlreiche Kooperationspartner auf lokaler, nationaler wie internationaler Ebene schätzen an der Muthesius Kunsthochschule ihre interdisziplinäre Kursstruktur sowie das persönliche Klima mit Semesterstärken von maximal 20 Studierenden – eine hervorragende Basis für Diskurse mit Innovationspotential.

INTERNATIONALITÄT

Studierende und Lehrende setzen sich jedes Semester im Rahmen interdisziplinärer Workshop-Wochen und hochschulintern organisierter, öffentlicher Symposien mit nationalen und internationalen Positionen in Kunst und Design auseinander. Internationale Dozenten sind stets Bestandteil dieser Pflichtveranstaltungen. Aus über 30 Ländern der Welt kommen junge Menschen in Kiel zum Kunst- und Designstudium zusammen. Ihr Anteil an der Studierendenschaft beträgt 14 Prozent, Tendenz steigend. Damit liegt die Muthesius Kunsthochschule weit über dem Bundesdurchschnitt.

WEBLOGS DER LEHRGEBIETE

Um die Vielfalt der Muthesius Kunsthochschule darstellbar zu machen, gibt es neben den »offiziellen« Informationsseiten (die farbige Hälfte dieser Webseite) über 40 Weblogs (die weiße Hälfte dieser Webseite), die von den einzelnen Lehrgebieten selbst gepflegt aktualisiert  werden.

Für ganz Eilige haben wir hier eine kurze Bookmarkliste zusammengestellt:
Das digitale Vorlesungsverzeichnis
Who is who an der Muthesius
-Personenverzeichnis
Medienformationen für die Presse
Die Termine der Mappenberatung

Bibliothek (Katalog und Öffnungszeiten)

Wintersemester 2019/20
Semesterbeginn: 01.10.19
Semesterende: 31.03.20
Vorlesungsbeginn: 14.10.19
Vorlesungsende: 17.02.20

Unterrichtsfrei: 23.12.19 – 06.01.20

Sommersemester 2020
Semesterbeginn: 01.04.20
Semesterende: 30.09.20
Vorlesungsbeginn: 06.04.20
Vorlesungsende: 17.07.20

Wintersemester 2020/21
Semesterbeginn: 01.10.2020
Semesterende: 31.03.2021
Vorlesungsbeginn: 19.10.2020
Vorlesungsende: 26.02.2021

Unterrichtsfrei: 23.12.2020 – 01.01.2021

Sommersemester 2021
Semesterbeginn: 01.04.2021
Semesterende: 30.09.2021
Vorlesungsbeginn: 06.04.2021
Vorlesungsende: 09.07.2021

Wintersemester 2021/22
Semesterbeginn: 01.10.2021
Semesterende: 31.03.2021
Vorlesungsbeginn: 18.10.2021
Vorlesungsende: 22.02.2022

Unterrichtsfrei: 23.12.2021 – 07.01.2022

Sommersemester 2022
Semesterbeginn: 01.04.2022
Semesterende: 30.09.2022
Vorlesungsbeginn: 04.04.2022
Vorlesungsende: 15.07.2022

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Die Muthesius Kunsthochschule tritt entschieden für die Anerkennung und Akzeptanz jeglicher Identitätskonzepte (LGBTIQ*) jenseits von binärer Geschlechterordnung und Heterosexualität ein.
(Bitte informieren Sie sich über die Gleichstellungsarbeit auf der Website der Gleichstellungskommission: E-Mail: gleichstellungskommission@muthesius.de.)


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