Eröffnung: 29.09.2018 um 16 Uhr
Dauer: 29.09. -28.102018
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung
Eröffnet wird die Ausstellung „Practices of Radical Health Care“ am 29. September um 16 Uhr im M.1.
Die Feministische Gesundheitsrecherchegruppe (FGRG) zeigt in dieser Ausstellung
Materialien, die Ergebnis ihrer Recherchen zur Gesundheitsbewegung in
West-Berlin der 70er und 80er Jahre sind. Die Künstlerinnengruppe ist
Förderpreisträgerin 2017/18 der Arthur Boskamp-Stiftung.
Programm „Practices of Radical Health Care“:
Sa, 29. September
16 Uhr
Eröffnung und Führung durch die Ausstellung
So, 30. September
15:30 Uhr
Führung durch die Ausstellung
So, 30. September
16 Uhr
Künstlerinnengespräch zur Gesundheitsbewegung mit Gästen
Sa, 27. Oktober
11-18 Uhr
Sick Time, Crip Time, Caring Time – Workshop und Zine Präsentation
mit Feministischer Gesundheitsrecherchegruppe (Julia Bonn, Inga Zimprich)
und Künstler*innen der Sickness Affinity Gruppe
Anmeldung erbeten unter – kontakt@feministische-recherchegruppe.org
So, 28. Oktober
15 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit FGRG
„Practices of Radical Health Care“ – Materialien zur Gesundheitsbewegung
präsentiert in Ausstellung, Workshops, Veranstaltungen und einer
Publikation eine Recherche zur Gesundheitsbewegung West-Berlins. An der
Schnittstelle zwischen Frauen*bewegung und Hausbesetzer*innenszene
entstanden radikale Institutionen wie das Feministische
Frauengesundheitszentrum (FFGZ), die antipsychiatrische Beratungsstelle
und das HeileHaus, die heute mit alternativen Beratungsangeboten
fortbestehen. Feministische Gesundheitsinitiativen organisierten
vaginale Selbstuntersuchung, Selbsthilfegruppen und autonome Beratungen
und kämpften für das Recht auf Abtreibung. Die Gesundheitsbewegung
stellte den patriarchalen medizinischen Blick, insbesondere in der
Frauen*heilkunde, und den funktionalen Gesundheitsbegriff der
Schulmedizin infrage. Die Gesundheitsbewegung politisierte Krankheit als
gesellschaftlichen Raum der Unterbrechung und des Widerstands.
In „Practices of Radical Health Care“ erarbeitet die Feministische
Gesundheitsrecherchegruppe (Julia Bonn, Alice Münch, Inga
Zimprich) Displays und Collagen, die Gespräche zur Gesundheitsbewegung,
visuelles Material, Dokumente und Publikationen subjektiv
zusammenbringen. Darin geht sie den didaktischen Möglichkeiten und
instruktiven Momenten der Gesundheitsbewegung nach. „Practices of
Radical Health Care“ unterstreicht die Forderungen der
Gesundheitsbewegung nach körperlicher Selbstbestimmung, solidarischen
Formen gegenseitiger Fürsorge, gesellschaftlicher Anerkennung von
Normabweichung und nach selbstermächtigenden Perspektiven im
Gesundheitswesen.
Seit 2015 recherchiert die Feministische Gesundheitsrecherchegruppe zur
Gesundheitsbewegung. Sie trifft Protagonist*innen, besucht Initiativen
und archiviert Dokumente der Bewegung mit dem Ziel, selbstermächtigende
und feministische Praxen gesundheitlicher Selbstbestimmung zu bergen und
erneut zu aktivieren.
Die Feministische Gesundheitsrecherchegruppe entwickelt künstlerische
Perspektiven auf Gesundheit. Sie erprobt Methoden der Gruppenarbeit,
gibt Workshops, veröffentlicht Zines und baut eine Recherchebibliothek auf.
Die FGRG ist Förderpreisträgerin 2017/2018 der Arthur Boskamp-Stiftung.
Ort: M.1 / Arthur Boskamp-Stiftung; Breite Straße 18, 25551 Hohenlockstedt
Datum: Samstag, 29.09.2018 – Sonntag, 28.10.2018
Zeit: 14:00 – 18:00