„The Losers“ – eine Ausstellung von Leonid Kharlamov

Die Ausstellung „The Losers“ behandelt die Tragik der menschlichen Existenz, die von der unendlichen Suche nach Glück und Gerechtigkeit geprägt ist.

Ab dem Zeitpunkt, wo der Mensch sich als ein Wesen wahrgenommen hat, fing er an zu leiden. Ein Schmerz, der tief in sein Innerstes durchdrungen ist, wurde plötzlich allgegenwärtig. Der Mensch hat nun begriffen, dass es keine Flucht gibt und stellte sich seinem Leid. Alle seine Visionen und Hoffnungen – die Welt könnte sich verbessern, projezierte er in eine seltsame Beschäftigung, die wir heute als Kunst verstehen. Die höchste Form des Daseins, die uns bekannt ist, ist das Betrachten der Kunst, denn sie ist ein Selbstzweck und wird für nichts angewendet, wie sonst jede andere menschliche Handlung.

Heute, in der Zeit des „brutalen egoistischen Kapitalismus“, wird auch die Kunst zu einem Gegenstand des Marktes und ein Teil des Systems, welches sie tötet. Dieses System ist wie eine Matrix, die uns die Illusion von der angeblichen Aktualität verkauft. Der Künstler strebt nicht mehr nach der Wahrheit, sondern nach dem Erfolg durch die Befürwortung von Institutionen. Es entsteht dadurch eine seltsame Hierarchie, und der Künstler versucht sich dem zu fügen. Dadurch geht der Anspruch sich abzuheben, mutig, provokant und ehrlich zu sein verloren. Die Kunst wurde kastriert und verblutet vor unseren Augen in den Hochschulen, Galerien und den Museen. Ein Besuch in einem Möbelhaus, erfüllt einen teilweise mehr, als eine Besichtigung einer Ausstellung der jungen Kunst.

Neulich habe ich mich mit einem Maler unterhalten, er sagte mir:“Farbe, ist nur Farbe.“ Na super, für diese Erkenntnis hat er sechs jahrelang studiert! Meine Meinung zu solchen Künstlern ist, fickt euch und verschwendet nicht meine Zeit! Bleibt da, wo ihr seid, in eurer Portfolio Realität!

Um uns der beschriebene Tendenz zu widersetzten, brauchen wir einen Begriff, der eine Alternative verspricht und sich von Unfähigkeit der Selbstdarsteller distanziert.

Dieser Begriff lautet „emotionaler Konzeptualismus“. Das Manifest dazu, besteht aus nur einem Satz, ein Zitat von Bruce Lee: “ Kunst soll nicht unterhalten, aber auch nicht langweilig sein.“ Wir sollten uns vor der Langeweile fürchten und endlich mal versuchen, etwas zu verändern. 20 Jahre lang hat die Kunst geschlafen, es ist an der Zeit aufzuwachen.

Mein Appell an die Künstler, malt, singt, macht Viedeos und Filme, schreibt Gedichte und Manifeste und weniger Bewerbungen.

(Leonid Kharlamov)

Der Künstler ist anwesend.

Die Ausstellung ist vom 14.02 bis zum 27.02, jeweils donnerstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Zur Galerie: www.kunstraum-b.de


Ort: Kunstraum B; Wilhelminenstraße 35 (Ecke Legienstraße), 24103 Kiel
Datum: Freitag, 14.02.2020
Zeit: 19:00 – 21:00
14.02.2020 , ,

Im Fokus

Im Fokus

Übergeordnetes Ziel der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist es, durch künstlerisch-gestalterische Entwicklungs- und Forschungsvorhaben als Kristallisationspunkt für Arbeiten und geistige Auseinandersetzungen auf den Gebieten der Kunst, der Raumkonzeption und des Designs zu wirken. Die Muthesius Kunsthochschule in Kiel als einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein ist nicht nur ein Ort der Ermöglichung kulturell relevant werdender Biografien, sondern mit ihrem Projektstudium auch ein Ort besonderer Experimente und Realisierungen.
 Die Profile der Masterstudiengänge stellen teilweise in der Bundesrepublik einzigartige Studienangebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende dar.

„Im Zentrum der Muthesius Kunsthochschule steht die Kunst, das Künstlerische und das Gestalterische, das Schaffende und die Produktivität. Um diese Mitte bewegt sich auch das grundsätzliche Verhältnis von Theorie und Praxis. Dieses Wechselverhältnis ist ein permanenter Prozess, eine kreisende Bewegung um das von Kunst und Design ausgehaltene Zentrum. Es ist Freiraum nötig, um sich zu bewegen. Deshalb ist die erste Bedingung für Kunst und Design an unserer Hochschule Freiheit! Zum Studium an der Muthesius Kunsthochschule gehört der Wille, diese Freiheit zu nutzen, um zu einer ebenso kreativen wie produktiven Persönlichkeit heranzureifen. So können wir unseren Studierenden persönliche Biografien ermöglichen“, verspricht Präsident Dr. Arne Zerbst.

Rund 580 Studienplätze verteilen sich zurzeit auf die Studiengänge Freie Kunst, Freie Kunst Lehramt Gymnasium, Raumstrategien, Kommunikationsdesign und Industriedesign.

FORSCHUNG UND PROJEKTE

Die Ausbildung an der Muthesius Kunsthochschule ist projektorientiert. Studierende werden frühzeitig ermutigt, Erfahrungen mit realen Auftraggebern zu machen. Mit dem Projektbüro, dem Raum der Publikation und dem Zentrum für Medien wurden  interdisziplinär arbeitende Einrichtungen geschaffen, die den Studierenden dabei helfen, ihre Projekte erfolgreich zu realisieren.
Durch die Teilnahme an Exzellenzclustern zählt die Muthesius Kunsthochschule zu jenen international sichtbaren und wettbewerbsfähigen Forschungseinrichtungen, die dazu beitragen, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken. Zahlreiche Kooperationspartner auf lokaler, nationaler wie internationaler Ebene schätzen an der Muthesius Kunsthochschule ihre interdisziplinäre Kursstruktur sowie das persönliche Klima mit Semesterstärken von maximal 20 Studierenden – eine hervorragende Basis für Diskurse mit Innovationspotential.

INTERNATIONALITÄT

Studierende und Lehrende setzen sich jedes Semester im Rahmen interdisziplinärer Workshop-Wochen und hochschulintern organisierter, öffentlicher Symposien mit nationalen und internationalen Positionen in Kunst und Design auseinander. Internationale Dozenten sind stets Bestandteil dieser Pflichtveranstaltungen. Aus über 30 Ländern der Welt kommen junge Menschen in Kiel zum Kunst- und Designstudium zusammen. Ihr Anteil an der Studierendenschaft beträgt 14 Prozent, Tendenz steigend. Damit liegt die Muthesius Kunsthochschule weit über dem Bundesdurchschnitt.

WEBLOGS DER LEHRGEBIETE

Um die Vielfalt der Muthesius Kunsthochschule darstellbar zu machen, gibt es neben den »offiziellen« Informationsseiten (die farbige Hälfte dieser Webseite) über 40 Weblogs (die weiße Hälfte dieser Webseite), die von den einzelnen Lehrgebieten selbst gepflegt aktualisiert werden.

Für ganz Eilige haben wir hier eine kurze Bookmarkliste zusammengestellt:
Das digitale Vorlesungsverzeichnis
Who is who an der Muthesius
-Personenverzeichnis
Medienformationen für die Presse
Die Termine der Mappenberatung

Bibliothek (Katalog und Öffnungszeiten)

Wintersemester 2019/20
Semesterbeginn: 01.10.19
Semesterende: 31.03.20
Vorlesungsbeginn: 14.10.19
Vorlesungsende: 17.02.20

Unterrichtsfrei: 23.12.19 – 06.01.20

Sommersemester 2020
Semesterbeginn: 01.04.20
Semesterende: 30.09.20
Vorlesungsbeginn: 06.04.20
Vorlesungsende: 17.07.20

Wintersemester 2020/21
Semesterbeginn: 01.10.2020
Semesterende: 31.03.2021
Vorlesungsbeginn: 19.10.2020
Vorlesungsende: 26.02.2021

Unterrichtsfrei: 23.12.2020 – 01.01.2021

Sommersemester 2021
Semesterbeginn: 01.04.2021
Semesterende: 30.09.2021
Vorlesungsbeginn: 06.04.2021
Vorlesungsende: 09.07.2021

Wintersemester 2021/22
Semesterbeginn: 01.10.2021
Semesterende: 31.03.2021
Vorlesungsbeginn: 18.10.2021
Vorlesungsende: 22.02.2022

Unterrichtsfrei: 23.12.2021 – 07.01.2022

Sommersemester 2022
Semesterbeginn: 01.04.2022
Semesterende: 30.09.2022
Vorlesungsbeginn: 04.04.2022
Vorlesungsende: 15.07.2022

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Die Muthesius Kunsthochschule tritt entschieden für die Anerkennung und Akzeptanz jeglicher Identitätskonzepte (LGBTIQ*) jenseits von binärer Geschlechterordnung und Heterosexualität ein.
(Bitte informieren Sie sich über die Gleichstellungsarbeit auf der Website der Gleichstellungskommission: E-Mail: gleichstellungskommission@muthesius.de.)


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