Vortrag: Prof. Dr. Sabine Grosser „Shaping the Future: Zeitgenössische Kunst in Sri Lanka“

Prof. Dr. phil. habil. Sabine Grosser

Shaping the Future: Zeitgenössische Kunst in Sri Lanka

Ein multiperspektivischer, transkultureller Zugang

Prof. Dr. phil. habil. Sabine Grosser stellt in diesem Vortrag ihre Forschung zur zeitgenössischen Kunst Sri Lankas vor, die eine Annäherung an eine aktuelle asiatische Kunstszene vermittelt. Methodisch begründet sie eine „multiperspektivische Sichtweise“ im Sinne Wolfgang Welschs. Im Mittelpunkt stehen die künstlerischen Positionen von Anoli Perera, Chandraguptha Thenuwara, Druvinka Madawela, Jagath Weerasinghe und Koralegedara Pushpakumara. Durch die Verbindung von kunst- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven gelingt eine facettenreiche Betrachtung. Als zentrale Themen des lokalen Diskurses werden das Verhältnis von Kunst und Krieg sowie Beispiele lokaler Erinnerungskultur aufgegriffen. Die Arbeit erlaubt Einblicke in die vielschichtige Kultur eines vorwiegend theravadabuddhistisch geprägten Landes im Kontext kultureller Globalisierungsprozesse.

Prof. Dr. phil. habil. Sabine Grosser ist Professorin für Ästhetische Bildung an der HAW Kiel (seit 2013); nach der Habilitation und Privatdozentur für Kunstwissenschaft und -didaktik an der Universität Paderborn, vertrat sie eine Professur an der Universität Hildesheim (2009–2011); von 1997 bis 2002 war sie als DAAD-Senior-Lecturer an der Universität Kelaniya (Sri Lanka) tätig. Sie studierte Kunst/Visuelle Kommunikation, Germanistik und Geschichte in Marburg, Kassel und Tucson (USA). Ihre Promotion über Blinky Palermo erschien 1996 im Peter Lang Verlag. Sie ist als Kuratorin und Künstlerin vielfältig aktiv und lehrte an Universitäten weltweit, darunter in Kassel, Paderborn, Hildesheim, Sri Lanka, Indien und Taiwan. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Lise-Meitner-Stipendium und dem Dierichspreis. Seit 1989 schreibt sie über zeitgenössische Kunst und verfasst Katalogbeiträge. Ihre thematischen Schwerpunkte umfassen v. a. moderne und zeitgenössische Kunst und Kultur, Ästhetische Bildung sowie Erinnerungskulturen. Ihre Veröffentlichung „Kunst und Erinnerungskultur Sri Lankas im Kontext kultureller Globalisierung“ (2010) betont ihre transnationale Perspektive.

Publikationen:

Grosser, Sabine (2025): Kunst und Erinnerungskultur Sri Lankas im Kontext kultureller Globalisierung. Eine multiperspektivische Betrachtung als Beitrag zum transkulturellen Diskurs. Online-Zweitpublikation. Heidelberg: ART-Dok. DOI: 10.11588/artdok.00009462. URN: urn:nbn:de:bsz:16-artdok-94627. URL: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2025/9462 (09.04.2026 Erstveröffentlichung 2010 bei Athena Verlag, Bielefeld.

Grosser, Sabine (2021): Empirische Zugänge zu ästhetischen Erfahrungen?                                                             In: Anne Hartmann / Katarina Kleinschmidt / Eliana Schüler (Hrsg.): Subjekte Kultureller Bildung. Empirische Forschung zu Bildungsprozessen in Tanz, Theater und Performance. Schriftenreihe Kulturelle Bildung Vol. 67, München 2021, Kopaed Verlag, Berlin, 147 – 162.

Grosser, Sabine, Köller, Katharina, und Vorst, Claudia (Hrsg.) (2017): Ästhetische Erfahrungen: Theoretische Konzepte und empirische Befunde zur kulturellen Bildung. Frankfurt am Main/New York: Peter Lang Verlag.


Ort: Hörsaal, Altbau, Raum L00.16; Legienstraße 35, Kiel
Datum: Dienstag, 12.05.2026
Zeit: 18:00 – 20:00
12.05.2026

Im Fokus

Im Fokus

Übergeordnetes Ziel der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist es, durch künstlerisch-gestalterische Entwicklungs- und Forschungsvorhaben als Kristallisationspunkt für Arbeiten und geistige Auseinandersetzungen auf den Gebieten der Kunst, der Raumkonzeption und des Designs zu wirken. Die Muthesius Kunsthochschule in Kiel als einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein ist nicht nur ein Ort der Ermöglichung kulturell relevant werdender Biografien, sondern mit ihrem Projektstudium auch ein Ort besonderer Experimente und Realisierungen.
 Die Profile der Masterstudiengänge stellen teilweise in der Bundesrepublik einzigartige Studienangebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende dar.

„Im Zentrum der Muthesius Kunsthochschule steht die Kunst, das Künstlerische und das Gestalterische, das Schaffende und die Produktivität. Um diese Mitte bewegt sich auch das grundsätzliche Verhältnis von Theorie und Praxis. Dieses Wechselverhältnis ist ein permanenter Prozess, eine kreisende Bewegung um das von Kunst und Design ausgehaltene Zentrum. Es ist Freiraum nötig, um sich zu bewegen. Deshalb ist die erste Bedingung für Kunst und Design an unserer Hochschule Freiheit! Zum Studium an der Muthesius Kunsthochschule gehört der Wille, diese Freiheit zu nutzen, um zu einer ebenso kreativen wie produktiven Persönlichkeit heranzureifen. So können wir unseren Studierenden persönliche Biografien ermöglichen“, verspricht Präsident Dr. Arne Zerbst.

Rund 630 Studienplätze verteilen sich zurzeit auf die Studiengänge Freie Kunst, Kunst Lehramt an Gymnasien, Szenografie/Interior Design/Raumstrategien, Kommunikationsdesign und Industriedesign.

FORSCHUNG UND PROJEKTE

Das Studium an der Muthesius Kunsthochschule ist projektorientiert. Studierende werden frühzeitig ermutigt, Erfahrungen mit realen Auftraggebern zu machen. Mit dem Zentrum für Medien wurde eine  interdisziplinär arbeitende Einrichtung geschaffen, die den Studierenden dabei helfen, ihre Projekte erfolgreich zu realisieren.
Durch die Teilnahme an Exzellenzclustern zählt die Muthesius Kunsthochschule zu jenen international sichtbaren und wettbewerbsfähigen Forschungseinrichtungen, die dazu beitragen, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken. Zahlreiche Kooperationspartner auf lokaler, nationaler wie internationaler Ebene schätzen an der Muthesius Kunsthochschule ihre interdisziplinäre Kursstruktur sowie das persönliche Klima mit Semesterstärken von maximal 20 Studierenden – eine hervorragende Basis für Diskurse mit Innovationspotential.

INTERNATIONALITÄT

Studierende und Lehrende setzen sich jedes Semester im Rahmen interdisziplinärer Workshop-Wochen und hochschulintern organisierter, öffentlicher Symposien mit nationalen und internationalen Positionen in Kunst und Design auseinander. Internationale Dozenten sind stets Bestandteil dieser Pflichtveranstaltungen. Aus über 30 Ländern der Welt kommen junge Menschen in Kiel zum Kunst- und Designstudium zusammen. Ihr Anteil an der Studierendenschaft beträgt 14 Prozent, Tendenz steigend. Damit liegt die Muthesius Kunsthochschule weit über dem Bundesdurchschnitt.

WEBLOGS DER LEHRGEBIETE

Um die Vielfalt der Muthesius Kunsthochschule darstellbar zu machen, gibt es neben den »offiziellen« Informationsseiten (die farbige Hälfte dieser Webseite) über 40 Weblogs (die weiße Hälfte dieser Webseite), die von den einzelnen Lehrgebieten selbst gepflegt aktualisiert werden.

Für ganz Eilige haben wir hier eine kurze Bookmarkliste zusammengestellt:
Das digitale Vorlesungsverzeichnis
Who is who an der Muthesius
-Personenverzeichnis
Medienformationen für die Presse
Die Termine der Mappenberatung

Bibliothek (Katalog und Öffnungszeiten)

 

SEMESTERZEITEN

Sommersemester 2026
Semesterzeitraum: 01.04.2026 – 30.09.2026
Vorlesungszeit: 07.04.2026 – 24.07.2026

Wintersemester 2026/2027
Semesterzeitraum: 01.10.2026- 31.03.2027
Vorlesungszeit: 19.10.2026 – 19.02.2027
Vorlesungsfrei: 21.12.2026 – 03.01.2027

Sommersemester 2027
Semesterzeitraum: 01.04.2027- 30.09.2027
Vorlesungszeit: 05.04.2027 – 23.07.2027

Wintersemester 2027/2028
Semesterzeitraum: 01.10.2027 – 31.03.2028
Vorlesungszeit: 18.10.2027 – 18.02.2028
Vorlesungsfrei: 20.12.2027 – 02.01.2028

 

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Die Muthesius Kunsthochschule tritt entschieden für die Anerkennung und Akzeptanz jeglicher Identitätskonzepte (LGBTQIA*) jenseits von binärer Geschlechterordnung und Heterosexualität ein.
(Bitte informieren Sie sich über die Gleichstellungsarbeit auf der Website der Kommission für Gleichstellung und Diversität: E-Mail: gleichstellungskommission@muthesius.de.)