Wo sich Studierende an der Museumsnacht beteiligen

Zu sehen ist eine gezeichnete Eule in Pink-Violett-Tönen mit der Aufschrift "Museumsnacht".

Wenn am Freitag, 28. August, zum 25. Mal die Kieler Museumsnacht stattfindet, ist erneut auch die Muthesius Kunsthochschule mit Ausstellungen an Bord. In 32 Museen, Galerien und kulturellen Institutionen auf dem Ost- und Westufer der Förde werden bis Mitternacht Kunst und Kulturprogramm präsentiert. An vielen verschiedenen Orten der Stadt zeigen Studierende ihre Arbeiten – von der Hansekogge bis zur Kunsthalle.

Diese Studierenden sind beteiligt:

  • Im Flandernbunker stellen Laura Liebchen & Sonja Christl ihre Videoprojektion „Blaue Stunde“ aus: Im Übergang zwischen Tag und Traum formt sich ein flüchtiger Moment, in dem Konturen verschwimmen und Weichheit mit Kühle verschmilzt. In diesem Zustand verliert die Welt ihre Eindeutigkeit. Es öffnet sich ein Raum der Orientierungslosigkeit und der Suche.
  • Auf der Hansekogge am Schifffahrtsmuseum zeigt Cate Martin ihre großformatige Malerei.
  • Den Projektraum 13 an der Holstenstraße (Kiel Marketing) bespielt Lara Meise:  „Stay fresh!“ heißt ihre Kühlschrank-Installation, die sich der Hierarchisierung des menschlichen Körpers widmet. Darin thematisiert sie den Traum einer kommerziell erreichbaren, ewigen Jugend.
  • In der Medizin- und Pharmaziehistorischen Sammlung widmet sich Edgar Markosyan unter dem Titel „Reincarnation“ seinem ambivalenten Verhältnis zum sowjetischen Erbe seines Heimatlandes Armenien. Sein Bild zeigt eine Herzoperation, in der zwei Ärzte das Herz eines Hauses auswechseln und an die Stelle des gebrochenen Herzens einen roten, leuchtenden Stern als kommunistisches Symbol der Sowjetunion, das die Einheit der Arbeiter*innen symbolisiert, einsetzen.
  • Im Hörsaalgebäude der HAW zeigt Seoyeong Choi ihre interaktive Installation „Palm Reading Arcade“: Diese Hand Reading Machine analysiert Handlinien als Daten und übersetzt sie in Text. Die Arbeit stellt traditionelle Chiromantie (Handlesen) und moderne Algorithmen nebeneinander und untersucht so die Grenze zwischen Daten und Glauben.
  • Im Maritimen Viertel zu sehen ist Fanny Bennjes’ künstlerische Arbeit „Um“ aus Holz und Papier, Stahl und Flatterband. „Um“ ist der Übertitel einer mehrteiligen Raumarbeit, die sich der Ordnung des Menschen in der Natur nähert. Von Interesse ist dabei das Um um etwas herum, das Um-zu und das Um wie im Umfallen.
  • In der Stadtbücherei stellt Carole Flammang ihr Projekt „www.spam-maus.de“ aus: Dabei handelt es sich um eine Homepage, auf der User*innen selbst SPAM- und Phishingmails generieren und per E-Mail versenden können. In „Greetings from…“ zeigt Carole Postkarten aus recycelten Werbematerialien aus Las Vegas, die sie geschreddert, zu neuem Papier verarbeitet und mit Bildern aus dem Metaversum „Second Life“ bedruckt hat, die eine Realität suggerieren.
  • Im Maschinenmuseum widmet sich Ide Ha (Frederike Hauck) unter dem Titel „creature of documentation“ einer dysfunktionalen Skulptur: Die Materialität der glasierten Keramik vereint Stabilität und Zerbrechlichkeit. Ihre Arbeit verbindet die symbolische Kameraform mit einem seit Jahrhunderten genutzten Material.
  • Im Welcome Center (Kiel Marketing) präsentieren Carolin Wille & Ina Twest ihre Installation „Sehnsüchte aus dem Vorgarten“: Im Spannungsfeld von Zwischenräumen treffen Fragen nach Identität, Selbstbild und Konsum aufeinander. Was bin ich? Wodurch definiere ich mich? Ein Dialog zwischen zwei Hunden aus dem Vorgarten.
  • In der Kunsthalle / im Alten Botanischen Garten zeigt Absolventin Lea Hirsch ihre Arbeit „Case hardening, core softening“. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht die Künstlerin menschlich geformte Landschaften. Die Installation „case hardening, core softening“ umfasst keramische Rindenformen, die auf Betonplatten installiert sind. In ihrer keramischen Übersetzung erscheinen die Fragmente zugleich stabiler und zerbrechlicher als ihre organischen Vorbilder.

Diese Ausstellungen sind außerdem zu sehen

Informationen für den Besuch

Die Türen der Museumsnacht sind vielerorts bereits ab 18 Uhr geöffnet. Das Zoologische Museum sowie die Einrichtungen der HAW, ehemals Fachhochschule, (Bunker-D, Campus der HAW, Computermuseum, Mediendom und Sternwarte) öffnen weiterhin um 19 Uhr.
Drei neue Teilnehmer bereichern das Angebot: Die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek lädt nach langer Umbauphase nun als „Kulturspeicher“ ein, eine neue Art der Bibliothek kennenzulernen. Besucher*innen können sich bei Hausführungen, Krimilesungen und Livemusik von der neuen Aufenthaltsqualität überzeugen. Das Geologische und Mineralogische Museum der CAU sowie das Freilichtmuseum Molfsee sind nach langer Zeit wieder dabei. Das Freilichtmuseum lenkt mit seinem „Rollenden Labor“ auf dem Vorplatz des Schifffahrtsmuseums Fischhalle den Blick auf die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen.

Tickets für die Museumsnacht sind seit Anfang des Monats bis 27. August im Vorverkauf erhältlich, anschließend an der Abendkasse. Alle Standorte sind über die freie Fahrt im Nahverkehr sowie zusätzlich eingesetzte Busse und Schiffe zu erreichen.

19.08.2026 ,

Im Fokus

Im Fokus

Übergeordnetes Ziel der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist es, durch künstlerisch-gestalterische Entwicklungs- und Forschungsvorhaben als Kristallisationspunkt für Arbeiten und geistige Auseinandersetzungen auf den Gebieten der Kunst, der Raumkonzeption und des Designs zu wirken. Die Muthesius Kunsthochschule in Kiel als einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein ist nicht nur ein Ort der Ermöglichung kulturell relevant werdender Biografien, sondern mit ihrem Projektstudium auch ein Ort besonderer Experimente und Realisierungen.
 Die Profile der Masterstudiengänge stellen teilweise in der Bundesrepublik einzigartige Studienangebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende dar.

„Im Zentrum der Muthesius Kunsthochschule steht die Kunst, das Künstlerische und das Gestalterische, das Schaffende und die Produktivität. Um diese Mitte bewegt sich auch das grundsätzliche Verhältnis von Theorie und Praxis. Dieses Wechselverhältnis ist ein permanenter Prozess, eine kreisende Bewegung um das von Kunst und Design ausgehaltene Zentrum. Es ist Freiraum nötig, um sich zu bewegen. Deshalb ist die erste Bedingung für Kunst und Design an unserer Hochschule Freiheit! Zum Studium an der Muthesius Kunsthochschule gehört der Wille, diese Freiheit zu nutzen, um zu einer ebenso kreativen wie produktiven Persönlichkeit heranzureifen. So können wir unseren Studierenden persönliche Biografien ermöglichen“, verspricht Präsident Dr. Arne Zerbst.

Rund 630 Studienplätze verteilen sich zurzeit auf die Studiengänge Freie Kunst, Kunst Lehramt an Gymnasien, Szenografie/Interior Design/Raumstrategien, Kommunikationsdesign und Industriedesign.

FORSCHUNG UND PROJEKTE

Das Studium an der Muthesius Kunsthochschule ist projektorientiert. Studierende werden frühzeitig ermutigt, Erfahrungen mit realen Auftraggebern zu machen. Mit dem Zentrum für Medien wurde eine  interdisziplinär arbeitende Einrichtung geschaffen, die den Studierenden dabei helfen, ihre Projekte erfolgreich zu realisieren.
Durch die Teilnahme an Exzellenzclustern zählt die Muthesius Kunsthochschule zu jenen international sichtbaren und wettbewerbsfähigen Forschungseinrichtungen, die dazu beitragen, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken. Zahlreiche Kooperationspartner auf lokaler, nationaler wie internationaler Ebene schätzen an der Muthesius Kunsthochschule ihre interdisziplinäre Kursstruktur sowie das persönliche Klima mit Semesterstärken von maximal 20 Studierenden – eine hervorragende Basis für Diskurse mit Innovationspotential.

INTERNATIONALITÄT

Studierende und Lehrende setzen sich jedes Semester im Rahmen interdisziplinärer Workshop-Wochen und hochschulintern organisierter, öffentlicher Symposien mit nationalen und internationalen Positionen in Kunst und Design auseinander. Internationale Dozenten sind stets Bestandteil dieser Pflichtveranstaltungen. Aus über 30 Ländern der Welt kommen junge Menschen in Kiel zum Kunst- und Designstudium zusammen. Ihr Anteil an der Studierendenschaft beträgt 14 Prozent, Tendenz steigend. Damit liegt die Muthesius Kunsthochschule weit über dem Bundesdurchschnitt.

WEBLOGS DER LEHRGEBIETE

Um die Vielfalt der Muthesius Kunsthochschule darstellbar zu machen, gibt es neben den »offiziellen« Informationsseiten (die farbige Hälfte dieser Webseite) über 40 Weblogs (die weiße Hälfte dieser Webseite), die von den einzelnen Lehrgebieten selbst gepflegt aktualisiert werden.

Für ganz Eilige haben wir hier eine kurze Bookmarkliste zusammengestellt:
Das digitale Vorlesungsverzeichnis
Who is who an der Muthesius
-Personenverzeichnis
Medienformationen für die Presse
Die Termine der Mappenberatung

Bibliothek (Katalog und Öffnungszeiten)

 

SEMESTERZEITEN

Sommersemester 2026
Semesterzeitraum: 01.04.2026 – 30.09.2026
Vorlesungszeit: 07.04.2026 – 24.07.2026

Wintersemester 2026/2027
Semesterzeitraum: 01.10.2026- 31.03.2027
Vorlesungszeit: 19.10.2026 – 19.02.2027
Vorlesungsfrei: 21.12.2026 – 03.01.2027

Sommersemester 2027
Semesterzeitraum: 01.04.2027- 30.09.2027
Vorlesungszeit: 05.04.2027 – 23.07.2027

Wintersemester 2027/2028
Semesterzeitraum: 01.10.2027 – 31.03.2028
Vorlesungszeit: 18.10.2027 – 18.02.2028
Vorlesungsfrei: 20.12.2027 – 02.01.2028

 

*********************************

Die Muthesius Kunsthochschule tritt entschieden für die Anerkennung und Akzeptanz jeglicher Identitätskonzepte (LGBTQIA*) jenseits von binärer Geschlechterordnung und Heterosexualität ein.
(Bitte informieren Sie sich über die Gleichstellungsarbeit auf der Website der Kommission für Gleichstellung und Diversität: E-Mail: gleichstellungskommission@muthesius.de.)