Kunst-Lehramt: Neuer Master-Studiengang ab dem Wintersemester

Vom Atelierstudium an der Kunsthochschule in den Kunstraum der Schule: Mit einem neuen Master-Studiengang möchte die Muthesius Kunsthochschule die künstlerische und ästhetische Bildung in der Schule stärken. Foto: Lea Kötting

Neuer Studiengang: Muthesius Kunsthochschule stärkt das Kunst-Lehramt

Wer als Lehrkraft an weiterführenden Schulen Kunst unterrichten möchte, kann ab dem Wintersemester 26/27 ein neues Angebot in Kiel wählen: Die Muthesius Kunsthochschule nimmt ab Mai erstmals Bewerbungen für ihren neuen Master-Studiengang „Kunst Lehramt an Gymnasien“ entgegen, der sich besonders an Quereinsteiger richtet, die schon Kunst oder Design im Bachelor studiert haben. Interessierte können sich am Mittwoch, 25. März, um 18 Uhr in einer Online-Veranstaltung informieren.

„Kunst ist in der Schule leider ein Mangelfach, das häufig ausfällt und viel zu oft von fachfremden Lehrkräften unterrichtet wird“, sagt Prof. Dr. Almut Linde. Sie ist Vizepräsidentin der Muthesius Kunsthochschule und dort zuständig für das Lehramtsstudium. (...)

Ein interaktives Stranderlebnis mitten in Kiel

Ein interaktives Stranderlebnis mitten in Kiel

Ein interaktives Stranderlebnis mitten in Kiel – das bietet der Ausstellungsraum spce | Muthesius ab dieser Woche: Denn die Muthesius Kunsthochschule verlegt den Strand kurzerhand an die Andreas-Gayk-Straße. Mit einer Tonne Sand und lebenden Miesmuscheln aus der Kieler Förde wird am Freitag, 13. März, um 16 Uhr die Ausstellung „Making the Invisible Visible“ im spce | Muthesius eröffnet – mit zwei besonderen Beispielen multimedialer Installationen.

In der Ausstellung zeigen die Master-Absolventen Thiemo Frömberg und Daniel Hennschen ihre Abschlussarbeiten im Kommunikationsdesign. In ihrem Studienschwerpunkt Interaktives Informationsdesign von Prof. Tom Duscher wird das Unsichtbare sichtbar und erfahrbar gemacht – anhand von interaktiven, medialen Exponaten. Thiemo Frömberg inszeniert in seiner Multimedia-Installation »Vertraute Fremde – Begegnung mit Muscheln« mit lebenden Miesmuscheln aus der Kieler Förde den Herzschlag der stummen Organismen – als Kooperation mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. (...)

Von weltfliehenden Gesten bis nach Wolfsburg

„EXIT – Eskapistische Prozesse des Entziehens“ Fotos: Janina Snatzke, Städtische Galerie im Schloss Wolfsburg

Wann ist eine Welt so unerträglich, dass es sich zu fliehen lohnt und der Umzug ein eine Scheinwelt anliegt? In ihrem Kurs „Escape Room – Rettet den Eskapismus“ hat die Künstlerin Hanna Nitsch diese Fragen mit Studierenden der Freien Kunst diskutiert. Herausgekommen ist nach einem Wintersemester voller philosophischer, psychologischer und künstlerischer Annäherung ans Thema die Ausstellung „EXIT – Eskapistische Prozesse des Entziehens“ in der Städtischen Galerie in Wolfsburg.

Aus den Fachklassen der Freien Kunst haben 18 Studierende im Wintersemester 2025/26 das Seminar von Hanna Nitsch besucht. „Wir haben uns theoretisch und praktisch intensiv mit dem Thema und dem Begriff des Eskapismus auseinandergesetzt“, sagt die Künstlerin und erklärt: „Das hat von weltfliehenden Gesten wie Gemüseschneiden und Suppekochen bis hin zum Filmabend gereicht, (...)

Weitere Meldungen

Studierende zeigen innovative Forschungsfahrzeuge

Wie werden Schienenfahrzeuge der Zukunft attraktiv und konkurrenzfähig? Mit diesem Thema haben sich Studierende des Master-Studiengangs Medical Design der Muthesius Kunsthochschule im Wintersemester 2025/2026 befasst. (...)

„Alles offen“: Studieninfotage am 4. und 5. Februar

Es ist „alles offen“ an der Muthesius Kunsthochschule: Für Mittwoch, 4., und Donnerstag, 5. Februar, lädt die nördlichste deutsche Kunsthochschule zu ihren Infotagen ein. Sie bieten ein vielseitiges Programm für Studieninteressierte sowie für Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Lehrkräften oder Eltern die Kunsthochschule, ihre Studiengänge sowie Professorinnen und Professoren kennenlernen möchten.

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Aktuelle Arbeiten

„WE ARE GYM“ – 20 Jahre Muthesius Interface Design

Teamwork! Interface Design Studierende BA/MA, Sophia Bendig, Junlin Chen, Sizhen Chen, Emiel Hutzfeldt, Sinah Jahn, Alicia Valentina Kaster-Pöhlmann, Jaro Larsen, Lillian Mumm, Özlem Ögüt, Thomas Phillipps, Fritz Victor Seemann, Lone Schlüter, Parastoo Soleimanian, Yiyang Sun, Filiz Westphal, Yifan Xu, Zhuoyi Zhang, Wanyi Zhao, Noah Hannes Nepomuk Zoller, Yuanzhe Zhou, Lin Zhu, 2025

Grade Der Unschärfe

Adrian Herzig, 2025

Digital Learning Culture Art Lab

Großer Erfolg für die Muthesius Kunsthochschule in Kiel: Sie wird einer von sechs Lernorten des „Digital Learning Campus“ (DLC) in Schleswig Holstein sein. Schon vorzeitig kann das Vorhaben „Digital Learning Culture Art Lab“ (DLC ArtLab) vonseiten des schleswig-holsteinischen Bildungsministeriums beginnen und soll bereits im Sommersemester anlaufen und dann im Wintersemester richtig durchstarten.

Was das für die Kunsthochschule bedeutet? Als Lernort bietet sie künftig allen Lernenden die Möglichkeit, digitale und technologische Kompetenzen zu erwerben und zu vertiefen. Der Fokus des Projekts an der Muthesius Kunsthochschule liegt auf innovativen Designprozessen und Designmethoden, die Schüler*innen, Studierenden, Unternehmen und allen Interessierten vorgestellt und experimentierend vermittelt werden sollen.
„Dass die Muthesius Kunsthochschule künftig ein Teil des Digital Learning Campus sein wird, bedeutet uns sehr viel. Denn wir sind zwar exzellent darin, Dinge sichtbar zu machen. Wir schaffen Bilder, die inspirieren. Doch darüber hinaus ist es uns ein besonderes Anliegen, ein neues Bewusstsein zu formen, einen neuen Idealismus zu kreieren und demokratische Werte zu kommunizieren. Deshalb gehen wir mit unseren Formaten in die Mitte der Gesellschaft, um digitales Lernen für alle zu ermöglichen. Das ist unser Bekenntnis zur Demokratie“, sagt Dr. Arne Zerbst, Präsident der Muthesius Kunsthochschule.
Etabliert werden sollen drei Formate, um das Potenzial des „DLC ArtLab“ auszuschöpfen: die „Tiny Design School“, das „Muthesius Media Lab“ und der „Digital Citizens Space“. Die Studiengänge Freie Kunst, Raumstrategien, Industriedesign und das Zentrum für Medien beteiligen sich an der Ausgestaltung: Die Projektleiterin ist Prof. Dr. Annika Frye (Designwissenschaften), sie arbeitet gemeinsam mit Prof. Tom Duscher (Zentrum für Medien/ Interaktive Medien), Prof. Andreas Greiner (Freie Kunst/Medien) und Prof. Dr. Sandra Schramke (Raumstrategien) an dem über fünf Jahre laufenden Projekt. Die Koordination übernehmen Anke Müffelmann und Annika Frye, die beide das Projekt konzipiert und beantragt haben. Projektpartnern:innen sind die Stiftung Landesmuseen SH (Gottorf und Molfsee) und der Anscharcampus Kiel sowie zwölf weitere assoziierte Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft. .

Im Sommersemester wird zunächst die „Tiny Design School“ (TDS) an der Kunsthochschule eingerichtet: ein mobiler Lernort, der einen niedrigschwelligen Zugang zu Kunst und Design ermöglicht. Hier liegt der Fokus auf Gemeinschaftlichkeit: Studierende können mit Akteurinnen und Akteuren aus der Wirtschaft und mit Lehrenden projektbasiert und spielerisch lernen. Zur Digitalen Woche Kiel gab es bereits einen ersten Workshop zu KI generierten Mustern im SP_CE. .
Im „Muthesius Media Lab“ hingegen können unterschiedliche Zielgruppen neue technologische Möglichkeiten in Kunst und Design erkunden. Im Lab geht es um Weiterbildung, die sich an alle Interessierten richtet. Das an der Kunsthochschule vorhandene Wissen soll auf diese Weise mit Akteuren vernetzt und einem großen Personenkreis zugänglich gemacht werden. An der Diskussion rund um die Themen Metaverse, Künstliche Intelligenz (KI) und Extended Reality (XR) können sich alle beteiligen.
Die Landesmuseen Schleswig-Holstein kommen beim dritten Aspekt ins Spiel: dem „Digital Citizens Space“. Gemeinsam mit den Museen in Schleswig-Holstein sollen neue Formen des Kuratierens und Ausstellens erprobt werden. Das Ziel: Museen sollen auf diese Weise neue Besuchergruppen ansprechen können. Mithilfe digitaler Technik können Sammlungsobjekte aus Museumsarchiven und Ausstellungen neu verknüpft, geordnet und erläutert werden.
An den Lernorten des „Digital Learning Campus“ können alle Interessierten, die in Schleswig-Holstein leben, kostenfrei technologische Kompetenzen erwerben. Der DLC bietet Kurse und Workshops.
Finanziert wird das knapp 3,5 Mio. Euro umfassende Vorhaben der Kunsthochschule mit insgesamt 90 Prozent Fördermitteln aus dem Landesprogramm Wirtschaft des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Fördermitteln des Landes Schleswig-Holstein.
Weitere Informationen über die DLC Projekte an der Muthesius Kunsthochschule: https://dlc-muthesius.de/