In projektorientierten Formaten wird hier die Produktion von Raum an Schnittstellen zwischen Kunst, Architektur, Medien und Urbanismus behandelt. Ein Raumbegriff, der sich in den letzten Jahren speziell unter dem Einfluss von elektronischen Medien und der damit verbundenen Einlagerung »virtueller Räume« in die materielle Umgebung, maßgeblich verändert hat, verlangt nach neuen Methoden sowohl der Analyse, der Interpretation, der Forschung als auch der Gestaltung und der Entwurfsmethodik. Raum wird dabei als kultureller »Screen« verstanden, auf dem sich die sozialen, technologischen und politischen Verhältnisse abzeichnen und transdisziplinär verschränken.
Die Gestaltung dieser (Benutzer) Oberflächen soll in der Wechselwirkung von theoretischen und praxisorientierten Zugängen entwickelt werden. Die Researchphase und die Entwicklung von Analyse-Konzepten ist dabei genauso von zentraler Bedeutung wie die Übersetzung in Entwurfsstrategien und verräumlichte Konzepte. Das Verständnis zeitgenössischer Bildwelten und Blickregime innerhalb einer dominanten, visuellen Kultur ist dabei eine Voraussetzung für die Produktion von Raum, der zunehmend unter den Bedingungen von Performanz und Theatralität im Sinne einer sich verstärkenden »Politik der Sichtbarkeit« zu sehen ist. Filmische Methoden sowie mediale Strategien bilden dafür ein zentrales Bezugsfeld für Strategien der Raumgestaltung. Der thematische Bogen spannt sich dabei von der Analyse bzw. Entwicklung von Interfaces und Displays, von temporären und veränderbaren Räumen über künstlerische Strategien bis hin zu Leitsystemen und urbanen Interventionen. Themen : Analyse-Methoden, Entwurfsstrategien, Blickregime, Rauminszenierungen, Mikroarchitekturen, mediale Räume, künstlerische Raumstrategien.