Kunstgeschichte steht im Zentrum der historischen und aktuellen Bildkulturen, insofern sich die Bilder einer Kultur auf die in ihr geschaffenen Bilder der Künste beziehen: auf Bilderfindungen, -Sujets, -Kompositionen, -Techniken, -Wirkungen der Kunst.
Ein in der Antike formulierter Kunstbegriff, der seit der frühen Neuzeit ausdifferenziert und sich von da an ständig bis in die Gegenwart dynamisch weiterentwickelt hat, kann nicht isoliert betrachtet werden, sondern steht in einem engen wechselseitigen Austausch mit den vielfältigen, heute vor allem massenmedial transportierten Bildkulturen, der Naturwissenschaften, der Politik, der Werbung etc. Kunst verhält sich als Teilbereich kritisch zur Kultur und der Gesellschaft, die sie hervorbringen. Sie liefert Spiegel-, Zerr- oder Gegenbilder der Kultur und entwirft Bilder der Zukunft.
Kunstgeschichte als Lehrgebiet einer Hochschule für Kunst und Gestaltung widmet sich demnach den historischen Bildkulturen als Ganzes: der langen, bis in die Gegenwart dauernden Bildtraditionen, der Relationen gegenwärtiger Kunst und Bildkulturen zur Kunst- und Bildgeschichte und der Funktionen von Kunst im Kontext der vielfältigen Bildpraxen. Im Kontext globaler Bildkulturen gewinnt der westliche Kunstbegriff an Schärfe.
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Prof.in Dr. habil. Christiane Kruse
T 0431 / 5198 – 438
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