Ausstellung „Im Azur“

Gruppenausstellung »Im Azur«

Parallel zur Ludger Gerdes – Retrospektive in der Kunsthalle zu Kiel werden in der Gruppenausstellung »Im Azur« vom 10.2. bis 12.3.2017 Werke von 9 Künstler*innen gezeigt, welche an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Ludger Gerdes zwischen 2005 und 2008 studiert haben.

Die Ausstellung präsentiert Positionen einer jüngeren Generation von Künstler*innen, die in Göttingen, Hamburg, Karlsruhe und Kiel leben und arbeiten, setzt sie in Bezug zueinander und untersucht Gemeinsamkeiten, Tendenzen und künstlerische Entwicklungen vor dem Hintergrund der gemeinsamen Studienzeit. Die teilnehmenden Künstler*innen entwickeln eigens für »Im Azur« neue Arbeiten.

Am 4.3.2017 erscheint eine Publikation zur Ausstellung „im Azur“, die sich der Arbeit der ausstellenden Künstler sowie der Lehre von Ludger Gerdes widmet. (...)

Freihand – Muthesius weiht Stahlskulptur ein

Die neue raumgreifende Stahlskulptur auf dem „Schmuckplatz“ in der Legienstraße / Ecke Wilhelminenstraße wird am 9. Februar 2017 feierlich der Öffentlichkeit vorgestellt. Entwurf und Realisierung stammen von der Masterstudentin  (Kunst Lehramt) Regine Schulz (26). Der Titel „Freihand“ nimmt bezug auf den Ausgangspunkt der Skulptur, einer freien Zeichnung, sie weist auch auf die Freiheit des künstlerischen Schaffens an einer Kunsthochschule hin. Zwei aufeinanderliegende Stahlringe mit einem Durchmesser von 18 m wurden leicht versetzt in den triangelförmigen Platz einbeschrieben. Damit bezieht sich die geplante Skulptur auf den historischen „Schmuckplatz“, in dessen Zentrum bis zu seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg ein kreisrunder Brunnen stand.
Mit „Freihand“ gewann Regine Schulz 2016 in dem von Prof.in Elisabeth Wagner (Bildhauerei) initiierten und vom Präsidium der Kunsthochschule ausgelobten Wettbewerb um die Gestaltung des Platzes den 1. (...)

Weitere Meldungen

9.2.2017: Studieninfotag

Die Muthesius Kunsthochschule bietet am 9. Februar 2017 ( 10 Uhr bis 15:00 Uhr ) einen Informationstag für alle Studieninteressierten an. Die Veranstaltung wendet sich besonders an jene Schülerinnen und Schüler, die sich auf eine Aufnahmeprüfung an der Hochschule vorbereiten möchten. Der Studieninformationstag bietet Studieninteressierten die Möglichkeit, sich umfassend über die grundständigen und konsekutiven Studiengänge Freie Kunst, Industriedesign, Kommunikationsdesign und Raumstrategien/Szenografie sowie über den Lehramtsstudiengang Kunst für Gymnasien zu informieren. Zusätzlich steht ein Informationsangebot zu den spezialisierten Masterstudiengängen und ihren vielseitigen Schwerpunkten von der Medienkunst über Typografie bis zu den Interaktiven Medien bereit. (...)

Neue Wege gehen: Auch ohne Mappe ins Studium gelangen

Im Rahmen eines Erprobungsverfahrens gelten für die Bewerbung für den B.A.-Studiengang Szenografie / Interior Design zum WS 2017/18 folgende besondere Ausnahmeregelungen:

Option 1: 
Bewerbung mit Mappe im regulären Verfahren mit normaler künstlerischer Eignungsprüfung. (...)

Aktuelle Arbeiten

Interactive Image

Dunja S. Jürgensen, Yannick Kaiser, 2016

Jerusalem: Facts And Perceptions

Luka Lara Fritzsche, Manuel Reitz, 2016

True Germany

Ieva Petrauskaite, 2016

Responsiv Fabric

Joshua von Hofen, Nils Nahrwold, 2016

Raumstrategien

An der Schnittstelle zwischen Kunst, Design, Architektur und Digital Media bildet der Bereich Raumstrategien ein Dach für raumbezogene Studiengänge und Forschungsansätze. In Abgrenzung zum Design, das sich eher dem Objekt und der Serie verpflichtet sieht, befasst sich dieser Bereich mit der Differenz von Räumen in allen Formen und Maßstäblichkeiten und mit der Interpretation räumlicher Situationen und Beziehungen.

Phänomene im realen wie auch im virtuellen Raum werden unter Aspekten von Atmosphäre, Ordnung und Sinnhaftigkeit analysiert und definiert (Mensch-Raum-Beziehung). Die damit zu beziehenden Positionen reichen vom realortsstiftenden bis zum inszenatorischen Ansatz. Die Grenzen zwischen realem und virtuellem Raum können dabei fließend sein.

Für gestalterische Interventionen im Sinne singulärer räumlicher Identität und/oder Inszenierung wie auch komplexer raumbezogener Konzepte und Raumsysteme werden gestalterisch fundierte Strategien entwickelt und vermittelt.
Die Muthesius Kunsthochschule reagiert mit dem neuen Bereich Raumstrategien auf aktuelle Entwicklungen, die die Frage des Raums neu gewichten. Seine Gestaltung und Inszenierung stellt sich heute vor allem vor dem Hintergrund digitaler Vernetzung und der Dynamik der Globalisierung. Die elektronischen Massenkommunikations-Medien scheinen zwar räumliche Grenzen aufzuheben wie allgemeine Globalisierungs-Tendenzen die Vielfalt kultureller Räume einebnen, doch treten dadurch umgekehrt räumliche Signifikanzen als soziale und kulturelle Parameter umso deutlicher hervor.

Ihre wachsende Bedeutung zeigt sich in den wissenschaftlichen Diskursen insbesondere dadurch, dass bereits von einem ,spatial turn‘ die Rede ist: Räume schaffen Wirklichkeiten, bilden Hierarchien ab, eröffnen und behindern gesellschaftliche Beziehungen, zeigen oder verdecken Funktionen, stiften Atmosphären oder verunmöglichen das Gefühl von Zugehörigkeit.

Die bedingende Kraft von Räumen für Gesellschaft und Kultur, ihre identitätsstiftende Funktion gewinnt damit an Relevanz. Mit der Gestaltung von Ortschaften, der Reflexion und Durchdringung ihres Atmosphärischen, der Schaffung eines spezifischen lokalen Ambientes, der thematischen Bildung erlebbarer environments und der sinnlichen Erfahrbarmachung urbaner Semantiken stellt sich nicht nur ein neues Aufgabengebiet für Kunsthochschulen, sondern es ergibt sich auch eine völlig neue gestalterische Verantwortung.

Das gilt sowohl für das Design von Innenräumen als auch für die Strukturierung und Lesbarkeit öffentlicher Räume und Plätze vom exponierten Solitär bis zum Ensemble, von der Ausstattung von Museen und Bibliotheken über die Gestaltung von Bühnen bis zur themenzentrierten Ausstellungsgestaltung und der Herstellung erkundbarer und entdeckbarer Szenarien für Wissenschafts- und Technologieparks oder Freizeitanlagen. Sportliche, politische, kulturelle oder kommerzielle Events finden heute durchweg in inszenierten Räumen statt, die durch den Einsatz medialer, szenischer, filmischer oder architektonischer Mittel gebildet werden. Ihre Gestaltung verlangt nach professioneller ästhetischer Kompetenz.

Lehrende


PROF. DIPL.-ING. MICHAEL BREDA
Szenografie / Vizepräsident

DIPL.ING. MARTINA LÖWENSTROM
Material, Entwurf und Konstruktion

MARIE-FRANCE RAFAEL
wiss. Mitarbeiterin Raumstrategien

PROF. DAGMAR SCHORK
Szenografie

PROF. DIPL. ING. MANFRED SCHULZ
Szenografie/ Spatial Stategies

PROF. MAG. ARCH CHRISTIAN TECKERT
Forschen und Intervenieren im Raum / MA Spatial Strategies

Abschlüsse

Bachelor of Arts (B. A.)
Master of Arts (M. A.) in den Schwerpunkten
Spatial Design
Szenographie

Promotion