Julian Nida-Rümelin „Kunst und Kommunikation“

Julian Nida-Rümelin „Kunst und Kommunikation“

Donnerstag, 19. Januar 2017 um 10 Uhr,
Kesselhaus Muthesius Kunsthochschule, Legienstraße 35
– Eintritt frei! –

Julian Nida-Rümelin, ehemaliger Kulturstaatsminister, ist am Donnerstag, den 19.01., prominenter Gast der Muthesius Kunsthochschule. Er wird unter dem Titel „Kunst und Kommunikation“ vortragen und diskutieren.

Neben Jürgen Habermas und Peter Sloterdijk gehört er zu den renommiertesten Philosophen in Deutschland. In den letzten Jahren befasste er sich mit Bildungsfragen und publizierte dazu drei Bücher: Philosophie einer humaneren Bildung (2013), Der Akademisierungswahn: Zur Krise beruflicher und akademischer Bildung“ sowie das Gesprächsbuch zusammen mit dem Erziehungs- wissenschaftler Klaus Zierer Auf dem Weg in eine deutsche Bildungskatastrophe – Zwölf unangenehme Wahrheiten (2015). (...)

Muthesius- Kurzfilmpreis „Der Nichtsilberne Hering“

Muthesius-Kurzfilmpreis 2017

Mittwoch, den 25.1.2017, Beginn: 18.45 Uhr, Eintritt 6 Euro, erm. 5 Euro.

Die Freie Klasse Film der Muthesius Kunsthochschule präsentiert an diesem Abend Kurzfilme von Studierenden aus den vergangenen zwei Semestern. Gleichzeitig wird an diesem Abend nun bereits zum dritten Mal der Filmpreis „Der Nichtsilberne Hering“ verliehen. Das Programm ist vielfältig und reicht von dokumentarisch bis zu experimentell. Eine Jury aus Filmschaffenden und Filmförderern wählt aus den präsentierten Arbeiten einen Sieger/innen aus. Im Anschluss an das Kinoprogramm wird im Roten Salon die Gewinnerin/ der Gewinner bekanntgegeben und gefeiert. Durch das Programm führt Stefanie Polek. (...)

Weitere Meldungen

Das Black Mountain College vom 26.–28. Januar 2017

Interdisziplinäres Symposion des Forums/IKDM der Muthesius Kunsthochschule Kiel
Konzipiert von Arnold Dreyblatt und Petra Maria Meyer
26.–28. Januar 2017 / Aula im Kesselhaus
Diskursive Bedingungen eines interdisziplinären Experimentes
Das Black Mountain College (BMC), (...)

9.2.2017: Alle Türen offen am Studieninfotag

Die Muthesius Kunsthochschule bietet auch 2017, von 10 Uhr bis 15:00 Uhr einen Informationstag für alle Studieninteressierten an. Die Veranstaltung wendet sich besonders an jene Schülerinnen und Schüler, (...)

Muthesius-Raumstrateginnen waren erfolgreich

Im Wettbewerb um den BDA Studienförderpreis Schleswig-Holstein 2016 schafften es drei Entwürfe aus der Muthesius Kunsthochschule unter die Top Ten. Während eines Festaktes im Europäischen Hansemuseum in Lübeck Mitte November wurde der 3. (...)

Der „Muthesius Timer 2017″

Er ist 20 x 25,6cm groß, enthält einen umfangreichen Kalenderteil sowie künstlerische Arbeiten von Muthesiusstudierenden der Master-Illustrations-Klasse. Und wer Lust hat, greift einfach selbst zum Stift und tobt sich auf den freien Skizzenseiten aus. (...)

Aktuelle Arbeiten

Interactive Image

Dunja S. Jürgensen, Yannick Kaiser, 2016

Jerusalem: Facts And Perceptions

Luka Lara Fritzsche, Manuel Reitz, 2016

True Germany

Ieva Petrauskaite, 2016

Responsiv Fabric

Joshua von Hofen, Nils Nahrwold, 2016

Welcome to Germany

Moritz Aznan, Florian Flocke, 2016

TWITCH

Katharina Graff, Henrik Von der Lieth, Hermann Hartung, 2016

Kein Bestseller

Ann-Kathrin Harders, Maya Gottlob, Anna Ruff, 2016

Raumstrategien

An der Schnittstelle zwischen Kunst, Design, Architektur und Digital Media bildet der Bereich Raumstrategien ein Dach für raumbezogene Studiengänge und Forschungsansätze. In Abgrenzung zum Design, das sich eher dem Objekt und der Serie verpflichtet sieht, befasst sich dieser Bereich mit der Differenz von Räumen in allen Formen und Maßstäblichkeiten und mit der Interpretation räumlicher Situationen und Beziehungen.

Phänomene im realen wie auch im virtuellen Raum werden unter Aspekten von Atmosphäre, Ordnung und Sinnhaftigkeit analysiert und definiert (Mensch-Raum-Beziehung). Die damit zu beziehenden Positionen reichen vom realortsstiftenden bis zum inszenatorischen Ansatz. Die Grenzen zwischen realem und virtuellem Raum können dabei fließend sein.

Für gestalterische Interventionen im Sinne singulärer räumlicher Identität und/oder Inszenierung wie auch komplexer raumbezogener Konzepte und Raumsysteme werden gestalterisch fundierte Strategien entwickelt und vermittelt.
Die Muthesius Kunsthochschule reagiert mit dem neuen Bereich Raumstrategien auf aktuelle Entwicklungen, die die Frage des Raums neu gewichten. Seine Gestaltung und Inszenierung stellt sich heute vor allem vor dem Hintergrund digitaler Vernetzung und der Dynamik der Globalisierung. Die elektronischen Massenkommunikations-Medien scheinen zwar räumliche Grenzen aufzuheben wie allgemeine Globalisierungs-Tendenzen die Vielfalt kultureller Räume einebnen, doch treten dadurch umgekehrt räumliche Signifikanzen als soziale und kulturelle Parameter umso deutlicher hervor.

Ihre wachsende Bedeutung zeigt sich in den wissenschaftlichen Diskursen insbesondere dadurch, dass bereits von einem ,spatial turn‘ die Rede ist: Räume schaffen Wirklichkeiten, bilden Hierarchien ab, eröffnen und behindern gesellschaftliche Beziehungen, zeigen oder verdecken Funktionen, stiften Atmosphären oder verunmöglichen das Gefühl von Zugehörigkeit.

Die bedingende Kraft von Räumen für Gesellschaft und Kultur, ihre identitätsstiftende Funktion gewinnt damit an Relevanz. Mit der Gestaltung von Ortschaften, der Reflexion und Durchdringung ihres Atmosphärischen, der Schaffung eines spezifischen lokalen Ambientes, der thematischen Bildung erlebbarer environments und der sinnlichen Erfahrbarmachung urbaner Semantiken stellt sich nicht nur ein neues Aufgabengebiet für Kunsthochschulen, sondern es ergibt sich auch eine völlig neue gestalterische Verantwortung.

Das gilt sowohl für das Design von Innenräumen als auch für die Strukturierung und Lesbarkeit öffentlicher Räume und Plätze vom exponierten Solitär bis zum Ensemble, von der Ausstattung von Museen und Bibliotheken über die Gestaltung von Bühnen bis zur themenzentrierten Ausstellungsgestaltung und der Herstellung erkundbarer und entdeckbarer Szenarien für Wissenschafts- und Technologieparks oder Freizeitanlagen. Sportliche, politische, kulturelle oder kommerzielle Events finden heute durchweg in inszenierten Räumen statt, die durch den Einsatz medialer, szenischer, filmischer oder architektonischer Mittel gebildet werden. Ihre Gestaltung verlangt nach professioneller ästhetischer Kompetenz.

Lehrende


PROF. DIPL.-ING. MICHAEL BREDA
Szenografie / Vizepräsident

DIPL.ING. MARTINA LÖWENSTROM
Material, Entwurf und Konstruktion

MARIE-FRANCE RAFAEL
wiss. Mitarbeiterin Raumstrategien

PROF. DAGMAR SCHORK
Szenografie

PROF. DIPL. ING. MANFRED SCHULZ
Szenografie/ Spatial Stategies

PROF. MAG. ARCH CHRISTIAN TECKERT
Forschen und Intervenieren im Raum / MA Spatial Strategies

Abschlüsse

Bachelor of Arts (B. A.)
Master of Arts (M. A.) in den Schwerpunkten
Spatial Design
Szenographie

Promotion